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100 Jahre Frauenwahlrecht: Die Politik soll weiblicher werden

100 Jahre Frauenwahlrecht: Die Politik soll weiblicher werden
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In Deutschland jährt sich die Einführung des Frauenwahlrechts zum 100. Mal. Bei einem Festakt im Deutschen Historischen Museum in Berlin machte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen höheren Frauenanteil in den deutschen Parlamenten stark.

1919 gingen Frauen erstmals an die Urnen

Am 12. November 1918 kündigte der Rat der Volksbeauftragten eine Wahlrechtsreform an, die erstmals auch Frauen zur Wahl zuließ. Die erste Abstimmung mit weiblicher Beteiligung ließ nicht lange auf sich warten: Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 durften die Wählerinnen erstmals an die Urnen.

Damit konnten Frauen in Deutschland noch vor den Österreicherinnen und Amerikanerinnen ihre Stimme abgeben. Auch dort war das Frauenwahlrecht eingeführt worden, die Wahlen fanden jedoch erst später statt.

Weniger als ein Drittel Frauen im Bundestag

Ein Jahrhundert später sind Frauen in politischen Ämtern nach wie vor unterrepräsentiert. In der jüngsten Legislaturperiode waren 36,5 Prozent der Abgeordneten Frauen, mit der Bundestagswahl 2017 schrumpfte ihr Anteil auf 30,9 Prozent.

Politiker unterschiedlicher Fraktionen beraten derzeit, wie der Frauenanteil im Deutschen Bundestag gestärkt werden kann. Bundesjustizministerin Katarina Barley forderte eine Änderung des Wahlrechts, damit Männer und Frauen gleichmäßig im Parlament vertreten sind.