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Trotz "Gelber Westen“: Paris bleibt bei Spritpreiserhöhung

Trotz "Gelber Westen“: Paris bleibt bei Spritpreiserhöhung
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Am Sonntag machten die Gelben Westen in Frankreich dort weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Wieder sperrten die Demonstranten Straßen oder sorgten dafür, dass die Autofahrer nur im Schneckentempo vorankamen. Der Protest richtet sich gegen geplante Steuererhöhungen auf Treibstoff, aber nicht nur.

Eine Demonstrantin sagt: „Der zweite Protesttag sollte zeigen, dass die Menschen die Nase voll haben. Es sind viele junge Leute dabei, weil sie kaum über die Runden kommen. Die Gehälter sind gering, wir schuften wie die Verrückten. Irgendwann sagt man: Jetzt reicht's! Man lebt nicht mehr, sondern überlebt nur noch."

Und ein Mitdemonstrant betont: „Wir wollen zeigen, dass es langt. Das Volk sagt das, das Volk erhebt sich. Wir wollen den Staat lahmlegen, damit die das endlich einsehen, damit sie sich in uns hineinversetzen und versuchen zu verstehen, wie wir uns abrackern."

Edouard Philippe: „Keinen Zick-Zack-Kurs fahren“

Edouard Philippe

Ministerpräsident Edouard Philippe bekräftigte, dass man an den Steuererhöhungen festhalten werde. Seine Regierung will damit den Umweltschutz stärken.

„Ich höre, was die Franzosen sagen. Es ist eindeutig, die Bewegung der Gelben Westen drückt sich sehr klar aus. Das vernehme ich, doch eine Regierung, die ständig die Richtung ändert, die bei Schwierigkeiten einen Zick-Zack-Kurs fährt, so wie es so viele Regierungen in der Vergangenheit getan haben, wird Frankreich nicht dorthin führen, wo das Land hingeführt werden muss", so Edouard Philippe.

Bei den Protestaktionen am Wochenende kam es zu zahlreichen Unfällen, in der Nähe von Grenoble wurde eine Frau von einem Auto angefahren und kam ums Leben, mehr als 400 weitere Menschen wurden verletzt.

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