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30 Tage Kriegsrecht in der Ukraine - Merkel telefoniert mit Putin

30 Tage Kriegsrecht in der Ukraine - Merkel telefoniert mit Putin
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Nach der militärischen Eskalation mit Russland vor der Krim hat das Parlament der Ukraine in Kiew ab Mittwoch 30 Tage Kriegsrecht über Teile des Landes verhängt. Der von Präsident Petro Poroschenko vorgeschlagene Erlass wurde abgeschwächt, um die Zustimmung der Opposition zu bekommen.

Poroschenko gibt es vor den Wahlen im Ende März 2019 kämpferisch: "Als Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine habe ich durch mein Dekret meine verfassungsmäßige Pflicht erfüllt, indem ich das Kriegsrecht eingeführt habe. Russland führt das fünfte Jahr in Folge einen Hybridkrieg gegen uns. Aber der Angriff auf ukrainische Kriegsschiffe, ist eine neue Stufe der Aggression."

Inzwischen sind auch mutmaßliche Funksprüche des russischen Küstenwachschiffs aufgetaucht, das den ukrainischen Schlepper gerammt hat. Dabei gehen die wilde Schimpfworte schreienden russischen Offiziere offenbar davon aus, dass Wladimir Putin die Operation kontrolliere.

Russland hält auch weiterhin mehr als 20 ukrainische Seeleute fest. Drei von ihnen sind verletzt, sie würden im Krankenhaus behandelt. Moskau wirft den ukrainischen Schiffen vor, sie seien in russische Gewässer vorgedrungen.

Die Halbinsel Krim

Außenminister Sergej Lawrow beschuldigt die ukrainische Seite und den Präsidenten.

"Die Ukraine hat diese Provokation geplant - und niemand zweifelt daran, dass dies mit der Zustimmung und wahrscheinlich auf Befehl der höchsten Führung passierte - und sie zählen vor allem darauf, dass die USA und Europa - wie immer - rücksichtslos Partei für die Provokateure ergreifen."

Angela Merkel, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder für das Abkommen von Minsk stark gemacht hat, hat mit Wladimir Putin telefoniert. Der russische Präsident sagte, die Kanzlerin solle dafür sorgen, dass die Ukraine keine weiteren unüberlegten Schritte unternehme.

Screenshot AFP
Bau von Schutzwall bei MariupolScreenshot AFP

In Mariupol im Osten der Ukraine - unweit der von Russland kontrollierten Gebiete - helfen auch Kinder dabei, Schutzwälle auszuheben. Es heißt, man wolle bereit sein - für den Fall eines russischen Angriffs.