Eilmeldung

Eilmeldung

Paris: Panzerwagen und Polizei

Sie lesen gerade:

Paris: Panzerwagen und Polizei

Paris: Panzerwagen und Polizei
Schriftgrösse Aa Aa

Man könnte meinen, Paris bereite sich auf einen Krieg vor. Die für Samstag angekündigten Proteste der Gelben Westen machen nicht nur der Politik Angst. Inhaber von Restaurants oder Geschäften wurden aufgefordert, das Nötige für die Sicherheit ihrer Etablissements zu tun.

Anthony Sebag, Geschäftsführer eines Bistros direkt an den Champs-Elysees, dem Pariser Prachtboulevard, hat Probleme: "Eigentlich wollten wir heute die Schutzzäune für die Terrasse aufmachen. Jetzt hieß es aber von der Präfektur, dass die Terrasse komplett abgebaut werden soll, aus Sicherheitsgründen. Wir versuchen, eine Lösung zu finden, aber die Schutzzäune für die Terrasse bauen wir jetzt nicht auf."

Bruno Vincent, der Besitzer eines kleinen Kinos ist wütend. Für ihn gibt es keine andere Möglichkeit, als zu schließen. Er sagt: "Es ist sinnlos zu öffnen. Es kommt ohnehin keiner, denn alle haben Angst. Ich zeige Filme aus den 40-er, 50-er Jahren. Mein Publikum ist älter. Sie kommen doch erst recht nicht. Zu öffnen wäre reine Zeitverschwendung."

Am vergangenen Wochenende war es bei Demonstrationen der Gelben Westen zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Einige Anhänger haben für diesen Samstag zu noch mehr Gewalt aufgerufen. Der französische Innenminister Christophe Castaner berichtet auf einer Pressekonferenz von einem Fall:

"Dieses Individuum hat in den sozialen Netzwerken dazu aufgerufen, Denkmäler zu zerstören. Auf Facebook hat er außerdem geschrieben, nur ein toter Polizist ist ein guter Polizist."

Touristenattraktionen wie der Eiffelturm, der Triumphbogen, der Louvre oder die Oper werden geschlossen bleiben. Die Pariser verschanzen sich in ihren Wohnungen.

8000 Polizisten u.a. mit einem Dutzend Panzerwagen werden in der Hauptstadt im Einsatz sein. Im ganzen Land werden es 90.000 sein.

Wütender Kinobesitzer: "Zeitverschwendung"

400 Festgenommene am letzten Wochenende