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Europäischer Filmpreis 2018: Wer räumt die Preise ab?

Europäischer Filmpreis 2018: Wer räumt die Preise ab?
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Es sind die europäischen "Oscars": In Sevilla werden am 15. Dezember die Europäischen Filmpreise in 23 Kategorien vergeben - die höchsten Auszeichnungen der europäischen Filmindustrie. Wim Wenders, der Präsident der Europäischen Filmakademie, erklärt den Esprit der 1988 ins Leben gerufenen Veranstaltung: "Wir wollten von Anfang an nicht so ein Gewinn-Dingsbums 'and the winner is'. Wir wollten, dass auch die Nominierten geehrt sind, und wir wollten das europäische Kino feiern."

Zum Kreis der heißen Anwärter für einen Preis gehört der Film "Cold War" - eine Liebesgeschichte in den Trümmern der Nachkriegszeit in Polen - mit fünf Nominierungen: In den Kategorien "European Film", Hauptdarstellerin Joanna Kulig in der Sparte "European Actress", Hauptdarsteller Tomasz Kot für den Preis "European Actor" und der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski ist nominiert in den Kategorien "European Director" und "European Screenwriter".

Das italienische Drama "Dogman" kann mit vier Nominierungen aufwarten: Der Film über einen Hundepfleger, der mit einem ehemals gewalttätigen Boxer in Schwierigkeiten gerät, ist ebenfalls als bester europäischer Film nominiert, Marcello Fonte, der den Hundepfleger spielt, konkurriert um die Auszeichnung als bester europäischer Schauspieler und Filmemacher Matteo Garrone ist ein Preisanwärter in den Kategorien bester Drehbuchautor und Filmregisseur.

Ebenfalls mit vier Nominierungen ist der schwedische Fantasyfilm "Border" gelistet: Als bester Film für die Geschichte einer Zollbeamtin, die mit ungewöhnlichen Methoden Schmuggler aufspürt, die schwedische Hauptdarstellerin Eva Melander als beste Schauspielerin sowie der schwedisch-iranische Filmregisseur Ali Abbasi in den Kategorien bester Drehbuchautor und bester Filmregisseur.

Ein weiterer italienischer Film ist unter den Spitzenreitern: "Happy as Lazzaro" - die Geschichte zwischen einem jungen Bauern und einem jungen Adligen. Der Streifen ist als bester Film nominiert, Alba Rohrwacher als beste Schauspielerin und Regisseurin Alice Rohrwacher in den Kategorien bester Filmregisseur und bester Drehbuchautor.

Das belgische Drama "Girl" über den Taum einer Jugendlichen, Tänzerin zu werden, ist drei Mal gelistet: In den Kategorien bester Film, "European Discovery - Prix Fipresci" und Victor Polster für die Darstellung der Lara, die im Körper eines Jungen gefangen ist.

Samuel Maoz ist für seinen Antikriegsfilm "Foxtrot" als bester Regisseur im Rennen. In seinem Streifen erzählt der Israeli von der Gewalt des Krieges in seiner Heimat.

Der britische Schauspieler Ralphes Fiennes bekannt aus Filmen wie "Schindlers Liste", "Der Englischer Patient" oder "Der Vorleser" wird mit dem Preis "Europäische Erfolge im Weltkino" (European Achievement in World Cinema) geehrt.

Und der "Lifetime Achievement Award" geht an die spanische Schauspielerin Carmen Maura, bekannt aus Filmen, die sie mit Pedro Almodovar drehte.