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Fleisch satt: Traditionelle Weihnachtsauktion am Smithfield Market

Schwein, Rind oder Lamm - alles muss raus. die letzten zwei Wochen vor Weihnachten haben Schlachter und Händler geschuftet, für sie endet die Plackerei traditionell mit einer Fleischauktion. Dann werden bestes British Beef, Lamm und Truthahn zu Schleuderpreisen unter die Leute gebracht.

Greg Lawrence ist Chef des Marktes:

"Es ist ein großes Ereignis in der City of London, ein Juwel, so etwas passiert nirgendwo sonst in Großbritannien, und wir hoffen, es in absehbarer Zeit so bleibt."

Der denkmalgeschützte Smithfield Market ist einer der ältesten Märkte Großbritanniens. Seit dem 10. Jahrhundert wurde der Smithfield Market als Versammlungs-, Turnier- und Hinrichtungsstätte genutzt. Ab 1150 wurden dort Pferde verkauft, was sich mit der Zeit zum größten Viehmarkt Englands entwickelte. Er liegt im Norden der City of London, schon Charles Dickens beschrieb ihn in Oliver Twist:

„Der Boden war mit Schmutz und Schlamm bedeckt, daß man fast bis zu den Knöcheln einsank, und darüber schwebte ein dicker Dampf, der ununterbrochen von rauchenden Viehleibern aufstieg und sich mit dem Nebel vermischte, der wie eine Decke über den Schornsteinkappen hing. An Pfähle gebunden standen zu zweien und dreien lange Reihen von Kühen und Ochsen neben den Rinnsteinen. Bauern, Metzger, Viehtreiber, junge Gauner, Diebe und Landstreicher wogten durcheinander in bunten Haufen. Das Keifen der Weiber, das Bellen der Hunde, das Brüllen und Stampfen der Ochsen, das Blöken der Schafe, das Grunzen der Schweine und das Geschrei der Händler hallte aus allen Ecken und Winkeln wieder. Unrasierte schmutzige Gestalten rannten hin und her, stürzten in das Gewühl hinein und wieder heraus: kurz, es war ein sinnverwirrendes abstoßendes Schauspiel.“

Ein abstoßendes Schauspiel ist der Fleischmarkt nicht mehr, nur eingefleischte Vegetarier können dem Spektakel nichts abgewinnen. Für alle anderen heißt es nur: der Weihnachtsbraten ist gesichert.

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