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Schweiz will schnellere Integration von Flüchtlingen

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In der Schweiz sollen Flüchtlinge schneller in Arbeit kommen und Deutsch, Französisch oder Italienisch sprechen lernen

Im Moment hat nur ein Drittel der rund 80 000 Flüchtlinge eine Stelle. Das Staatssekretariat für Migration möchte Unternehmen ermutigen, mehr von ihnen einzustellen.

Bisher gab es dafür ein kompliziertes Bewilligungsverfahren, das mehrere Hundert Franken kostete. Ab 2019 soll das Verfahren vereinfacht und kostenlos sein.

Lukas Rieder, der Sprecher des Staatssekretariats für Migration SEM erklärt:

"Das Prozedere wird vereinfacht. Es werden Hürden abgebaut und Arbeitgeber haben endlich die Chance, Flüchtlingen relativ einfach, ohne größeren Aufwand, eine Arbeitsstelle zu geben."

Eine Studie ergab, dass den Unternehmen Informationen fehlen, wie sie Flüchtlingen einstellen können. Sie fürchten zusätzliche Anstrengungen.

Und so hat das Staatssekretariat für Migration bereits jetzt damit begonnen, die Informationen für Arbeitgeber zu verbessern. Außerdem werden Coaches eingestetzt, die den Flüchtlingen bei der Arbeitsaufnahme helfen sollen.

Sprachkompetenz soll verbessert werden

Zudem wird die Integrationspauschale erhöht: 18 000 Franken pro Flüchtling. Dreimal mehr als bisher.

Folgende Ziele sollen damit erreicht werden:

Nach 3 Jahren sollen alle Flüchtlinge Grundkenntnisse in einer Landessprache haben.

Nach 5 Jahren sollen zwei Drittel in einer Lehre sein.

Nach 7 Jahren sollen 50 Prozent eine Arbeit haben.

Ziele der Integrationspauschale

Masood Sharifi findet es gut, wenn er in eine Sprachschule gehen kann. Das sei viel besser als "wenn du die Sprache auf der Straße lernst oder mit Kollegen."

Das Staatssekretariat für Migration will einheitliche Sprachstandards in der ganzen Schweiz einführen, um die Integration in den Arbeitsmarkt kantonsübergreifend zu fördern.