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„Rote Linie“: Knackpunkt irisch-nordirische Grenze

„Rote Linie“: Knackpunkt irisch-nordirische Grenze
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Die Republik Irland und ihre Grenze zu Nordirland - und damit zum Vereinigten Königreich - ist einer der Knackpunkte des britischen Austritts aus der Europäischen Union. Ohne Einigung in dieser Frage auch keine Gesamteinigung, betont Irlands Außenminister Simon Coveney im euronews-Gespräch.

„Das Thema Grenzinfrastruktur auf der irischen Insel ist die einzige rote Linie, die die irische Regierung in den Verhandlungen gezogen hat“, so Coveney. „Die Europäische Union versteht das natürlich und stimmt dem zu. Deshalb haben sich so viele Außenminister entschlossen, die Grenze zu besichtigen und sich selbst ein Bild zu machen. Es gibt kein verstecktes Motiv, es geht ganz einfach darum, den derzeitigen Stand der Dinge und die etablierte Normalität auf der irischen Insel zu schützen“, erläutert der irische Außenminister.

Falls es zu keinem Handelsabkommen zwischen EU und Großbritannien kommt, muss gegebenenfalls ein Notanker greifen, den die Briten „backstop“ nennen.

Coveney: „Das ist für beide Seiten eine gerechte, ausgewogene und schwer erkämpfte Übereinkunft. Die ist stimmig, und sie verschafft uns in einer Übergangsphase zwischen zwei und vier Jahren die nötige Zeit und den Spielraum, um die künftige Beziehung in allen Einzelheiten umzusetzen - eine Beziehung, von der ich glaube, dass sie für Großbritannien und für die Europäische Union gut sein kann.“

Eines wollen die Iren in jedem Fall verhindern: Dass aus der grünen Grenze zu Nordirland ein echter Trennstreifen wird – und damit das Karfreitagsabkommen missachtet wird.