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Früherer Linksextremist Battisti in Rom gelandet

Früherer Linksextremist Battisti in Rom gelandet
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Der frühere italienische Linksextremist Cesare Battisti ist am Montag Mittag in Rom eingetroffen.

Battisti erwartet lebenslange Haft in Italien

Er war nach jahrzehntelanger Flucht in Bolivien aufgegriffen - und am Sonntag an italienische Beamte ausgeliefert worden.

Battisti soll als Mitglied der Gruppe "Bewaffnete Proletarier für den Kommunismus" Ende der 70er Jahre an vier Morden in Italien beteiligt gewesen sein. Er wurde in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Der heute 64-Jährige bestreitet die Vorwürfe gegen ihn.

Politiker bekunden Zufriedenheit über Auslieferung Battistis

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte schrieb auf Facebook, dass die Festnahme eine lange erwartetes Resultat sei. Der italienische Innenminister Sergio Mattarella brachte seine Zufriedenheit über die Verhaftung Battistis zum Ausdruck, der zuletzt in Brasilien untergetaucht war.

Der Sohn des neuen brasilianischen Präsidenten, Eduardo Bolsnaro, hatte die erfolgreiche Verhaftung auf Twitter bestätigt.

Auch Angehörige der Opfer haben mit Zufriedenheit auf die Nachricht reagiert. "Es ist ein Kapitel, das ich nach 40 Jahren abschließen möchte", sagte Andrea Sabadin, dessen Vater erschossen wurde, "es war sehr schmerzlich, weil jedes Jahr, das vorbeigeht, jeder Moment, der uns daran erinnert, weh tut."

Bruder soll ebenfalls durch Battisti getötet worden sein:

"Die Frage, die ich stellen würde, nicht nur Battisti, sondern allen Terroristen, ist folgende: Wenn ihr eure Kämpfe gewonnen habt, mit dem Blut all dieser Italiener an euren Händen, was würdet ihr jetzt tun?"

Battisti: Flüchtlingsstatus in Brasilien

Battisti hatte zuvor in Frankreich und Mexiko gelebt und war dann nach Brasilien geflohen. Dort hatte ihm der damalige Präsident Lula da Silva Flüchtlingsstatus gewährt, der erst durch den neuen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro aufgehoben wurde.