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Analyse: Britische Abgeordnete im Dilemma

Analyse: Britische Abgeordnete im Dilemma
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Die EU hat Premierministerin Theresa May Verhandlungsbereitschaft über das Brexit-Abkommen signalisiert.

"Falls das Vereinigte Königreich künftig eine Änderung seiner roten Linien zulässt (...), wäre die EU sofort bereit zu einer positiven Antwort", sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier vor dem Europaparlament in Straßburg.

Joey Jones war Berater der britischen Premierminsterin:

"Es wird einen Kompromiss geben müssen, wenn sie zumindest etwas von dem bekommen wollen, was sie wollen. Das gilt für beide, für Leave und Remain: es ist besser, etwas zu haben als gar nichts, denn der perfekte Brexit ist eine Fantasie, die es nicht geben wird."

Um rebellische Abgeordnete zu überzeugen und einen chaotischen Ausstieg in zehn Wochen zu vermeiden, lockt Brüssel - fordert aber auch Bewegung in London - wie weitgehend und an welchen Punkten noch Änderungen möglich sein könnten, bleibt diffus.

Thom Brooks ist Juraprofessor an der Durham Universität:

"Ich denke, am Ende steht ein in irgendeiner Form ein Referendum als wahrscheinlichstes Ergebnis. Wenn die Abgeordneten keinen Kompromiss finden und die EU dabei bleibt, dass es keine Änderung des Abkommens gibt, dann ist auch ein geänderter Plan eine Sackgasse. Ein neues Referendum scheint das Einzige zu sein, was beide Seiten zusammenbringen könnte."