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Europa-Parlament an London: Wie soll es weitergehen?

Europa-Parlament an London: Wie soll es weitergehen?
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Von Stefan Grobe
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Enttäuschung, aber keine Überraschung bei den Abgeordneten

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Im Europäischen Parlament in Straßburg ist die Ablehnung des Brexit-Vertrages durch das Londoner Unterhaus mit Enttäuschung aufgenommen worden.

Die Abgeordneten zeigten sich gleichwohl nicht überrascht.

Mehrfach wurde Großbritannien aufgefordert, einen Weg aus der Krise aufzuzeigen.

Der EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier erklärte, noch nie sei das Risiko eines ungeregelten Brexits so groß gewesen wie jetzt.

Zwar wolle die EU einen solchen Ausgang vermeiden, doch müsse sich Brüssel nun verstärkt darauf vorbereiten.

Selbst wenn London nun mehr Zeit brauche, könne es keinen Brexit-Aufschub über die Europäischen Wahlen hinaus geben.

So der Brexit-Koordinator des Europäischen Parlaments, Guy Verhofstadt.

Zur Sprache kam auch ein mögliches zweites Referendum in Großbritannien, das überzeugte Brexit-Verfechter zumindest öffentlich nicht fürchten.

Die Briten seien vielleicht ein gelassenes Volk, aber wenn er zu sehr bedrängt werde, werde der britische Löwe brüllen, sagte Brexit-Aktivist Nigel Farage.

Bei einem zweiten Referendum werde das Brexit-Lager eine noch größere Mehrheit erhalten.

EU-Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans wies auf die großen politischen Spaltungen innerhalb Großbritanniens hin.

Doch müsse Schaden von ganz Europa abgewendet werden.

Mit den Rolling Stones sagte er: "Du kannst nicht immer alles bekommen, was Du willst, aber manchmals das, was Du brauchst."

"You can't always get what you want, but if you try, sometimes you might get what you need."

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