Guaidós Familie von Spezialeinheit besucht

Guaidós Familie von Spezialeinheit besucht
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Im Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und seinem Herausforderer Juan Guaidó in Venezuela hat der Oppositionsführer neuen Vermittlungsversuchen eine Absage erteilt.

Gleichzeitig sagte er, Maduro schrecke nicht davor zuvor, seine Familie zu bedrohen. Polizisten einer Spezialeinheit hätten beim Pförtner seines Hauses nach seiner Frau gefragt. Seine kleine Tochter sei zu dem Zeitpunkt zu Hause gewesen. "Sie wollen mich einschüchtern", meinte Guaidó. "Doch: Wir geben nicht auf."

Unterdessen gingen Tausende Maduro-Anhänger auf die Straße. Auf der Kundgebung des staatlichen Öl-Unternehmens (Petroleos de Venezuela) in der Hauptstadt Caracas sagte Venezuelas Ölminister Manuel Quevedo, die Sanktionen der USA berührten sein Land kaum. "Wenn sie unser Öl nicht wollen, sollen sie es bleiben lassen."

Das EU-Parlament erkannte Juan Guaidó am Donnerstag als rechtmäßigen Übergangsstaatschef des südamerikanischen Landes an.

Deutschland und mehrere andere europäische Staaten haben Maduro ein Ultimatum bis Sonntag gestellt, um freie und faire Neuwahlen auszurufen. Andernfalls wollen sie Guaidó wie bereits die USA und eine Reihe lateinamerikanischer Länder als legitimen Interimsstaatschef anerkennen.

Der 35 Jahre alte Parlamentschef Guaidó hatte sich am 23. Januar als Übergangspräsident vereidigen lassen und Maduro damit offen herausgefordert. Noch kann der sozialistische Staatschef auf die Unterstützung der mächtigen Militärs zählen.