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"Für eine anständige Slowakei": Massenproteste am 1. Jahrestag des Kuciak-Mordes

"Für eine anständige Slowakei": Massenproteste am 1. Jahrestag des Kuciak-Mordes
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Zehntausende Menschen haben in Bratislava und Dutzenden weiteren slowakischen Städten gegen Korruption protestiert. Gleichzeitig gedachten sie des ermordeten Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnirova. Das Paar war am 21. Februar vergangenen Jahres in seinem Haus in dem westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciak hatte über die Verfilzung von Politik und Wirtschaft in der Slowakei recherchiert, darunter Verbindungen der italienischen Ndrangheta in Regierungskreise.

Demonstrant Lukas Knibugl sagte bei der Demo in Bratislava: "Wir sind wütend, vor allem die jungen Menschen. Und wir möchten, dass sich die gesamte Lage in unserem Land ändert. Das, was nach dieser Tragödie anders geworden ist, reicht vorne und hinten nicht aus."

Demonstrantin Vanda Novokova denkt ähnlich: "Wir fordern einen Richtungwechsel. Sowas darf in unserem Land nicht passieren."

Im Zusammenhang mit dem Doppelmord sitzen vier Verdächtige in Haft. Mit den Massenprotesten will die Initiative "Für eine anständige Slowakei" vor allem öffentlichen Druck erzeugen, damit die Ermittlungen konsequent weitergeführt werden. Die Auftraggeber der Bluttat sind noch nicht ermittelt worden. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hatte vor dem Jahrestag slowakische Politiker vor einer Beeinflussung der laufenden Ermittlungen gewarnt.