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Osterinsel: Rapanui haben genug

Osterinsel: Rapanui haben genug
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Ein neues Gesetz zum Schutz der Osterinsel ist in Kraft getreten. Nach dem neuen Gesetz darf sich nur jemand auf der Insel niederlassen, wenn ein Großvater, Vater oder Sohn legal dort lebt. Touristenvisa werden auf 30 Tage beschränkt.

Bürgermeister Pedro Edmunds Paoa sagt:

"Unsere Bevölkerung kämpft seit 30 Jahren für ein solches Gesetz. Wir wollen unsere Insel vor dem massiven Andrang von Menschen schützen, vor allem vor denen, die dann bleiben wollen."

Auf der Osterinsel gibt es eigentlich nur an die 8000 Einheimische, Rapanui, Polynesier. Sie sprechen ihre Sprache, Rapanui.

130.000 Touristen besuchen die Osterinsel jährlich.

Und sie hinterlassen etwas äußerst Unangenehmes: Müll.

Der Müll muss per Flieger abtransportiert werden. Tonnen von Müll. Die Chefin der Recycling-Behörde Alexandra Tuki Vera klagt:

"Zwei Tonnen mit Plastik allein werden von der Airline LATAM ausgeflogen. Sie zeigen ein soziales Verantwortungsgefühl. Auch tonnenweise Aluminium müssen wir wegschaffen, Blechdosen, damit sie auf dem Festland recycelt werden. Bei Papier ist es noch schlimmer. Tonnenweise Papier, acht bis zehn Tonnen Papier im Monat."

Auch verpesten immer mehr Autos die Luft, klagen die Rapanui.

Die Osterinsel gehört zu Chile. Sie liegt 4.000 Kilometer weit vom Festland entfernt im Südostpazifik. Für die Einheimischen, die Rapanui, ist genug nun endgültig genug.

Lasst uns in Ruhe!
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