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Bomben in London: Führt die Spur nach Irland?

Bomben in London: Führt die Spur nach Irland?
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Eine britische Terrorbekämpfungseinheit hat nach den Bombenfunden in London die Suche nach dem oder den Tätern übernommen. Entdeckt wurden die Päckchen in der Nähe der Flughäfen London City Airport und Heathrow sowie am Bahnhof Waterloo.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bat die Bevölkerung um Wachsamkeit und rief dazu auf, mögliche weitere verdächtige Gegenstände sofort zu melden. Im weiteren Verlauf des Dienstags wurde die U-Bahnhaltestelle Kings Cross St. Pancras für rund 90 Minuten gesperrt. Es war ein Feuer gemeldet worden, dies erwies sich jedoch als Fehlalarm.

Nach Angaben der Polizei steckten in den gefundenen Umschlägen jeweils gelbe Versandtaschen, die Sprengsätze enthielten. Diese hätten dem bisherigen Ermittlungsstand zufolge kleinere Brände auslösen können. Zwei der Kuverts waren mit irischen Briefmarken versehen.

„Vor einigen Jahren gab es einen Einzeltäter, der Nagelbomben in London einsetzte. Es könnte also nur ein Täter oder eine kleine Gruppe sein“, sagt dieser Kriminalfachmann. „Die Ziele - zwei Flughäfen und ein Bahnhof - sprechen eher nicht dafür, dass es eine Verbindung gibt. Doch die Polizei hat bereits betont, dass sie von einer Serie ausgeht, weil sich die Päckchen sehr ähneln. Dort steht Handschriftliches drauf, deshalb gibt es einen guten Ausgangspunkt für die Ermittlungen“, meint er.

Über ein mögliches Tatmotiv gibt es bislang noch keine Erkenntnisse.

Die Polizei gab Warnungen an Postdienststellen und Paketlieferanten heraus, da nicht auszuschließen sei, dass weitere Briefbomben derselben oder ähnlicher Bauweise im Umlauf seien.

Zwar wurde im Westen Londons ein Terrorverdächtiger festgenommen, doch es gebe keine Verbindung zu den Paketbomben, hieß es seitens der Polizei.