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Einstein: Handgeschriebene Manuskripte und Briefe in Jerusalem zu sehen

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REUTERS/Ronen Zvulun
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Albert Einstein - wie hat er gearbeitet, was hat ihn bewegt? Besucherinnen und Besucher der Einstein-Archive an der Hebräischen Universität in Jerusalem können dem Physikergenie jetzt noch etwas näher kommen: Das Institut hat der Öffentlichkeit Dutzende handschriftlich gefertigte Manuskripte und Briefe präsentiert, kurz vor dem 140. Geburtstag Einsteins. Darunter mathematische Herleitungen, die meisten stammen aus den Jahren 1944 bis 48. "Sie sind Zusammenfassungen seiner Notizen", so Hanoch Gutfreund, Direktor der Einstein-Archive. "Immer wenn er eine neue Idee hatte, hat er sich sofort hingesetzt und sie aufgeschrieben, geguckt, wohin ihn diese trägt."

Unter den Dokumenten ist auch ein Brief Einsteins an seinen Sohn Hans Albert aus dem Jahr 1935, in dem er seine Sorgen über die Nationalsozialisten äußerte. Europa fange nun an, die Sache endlich ernst zu nehmen, so der vor den Nazis geflohene Jude.

Zudem liegt nun eine fehlende Seite eines Anhangs zu einem wissenschaftlichen Artikel aus dem Jahr 1930 vor, wie Gutfreund sagt. Dabei ging es ebenfalls um die einheitliche Feldtheorie. Daran habe Einstein 20 Jahre seines Lebens gearbeitet. Einstein hatte den Artikel demnach bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin eingereicht.

Die Einstein-Archive haben die Dokumente nach eigenen Angaben von der Crown-Goodman Familienstiftung aus Chicago erhalten. Diese wiederum habe das Material von einem privaten Sammler in den USA gekauft. Die Archive verfügten Gutfreund zufolge bereits über große Teile der Dokumente - allerdings nicht im Original.