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Bosnien will 2 IS-Dschihadisten heimholen und vor Gericht stellen

Bosnien will 2 IS-Dschihadisten heimholen und vor Gericht stellen
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REUTERS/Rodi Said
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Während die meisten EU-Staaten das Heimholen der IS-Dschihadisten aus ihren Ländern skeptisch sehen, hat Bosnien-Herzegowina angekündigt, dass zwei bosnische IS-Kämpfer aus Syrien Ende März heimgeholt werden sollen. Die beiden Männer, die sich in einem Lager unter kurdischer Kontrolle in Haft befinden, werden in ihrer Heimat wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor Gericht gestellt, erklärte der bosnische Sicherheitsminister Dragan Mektic am Samstag dem Nachrichtenportal "klix.ba".

Einer der beiden Bosnier reiste 2013 nach Syrien, wo er sich dem sogenannten IS anschloss. Er heiratete und wurde Vater von zwei Kindern. Er soll von dem bosnischen Salafisten-Führer Bilal Bosnic rekrutiert worden sein, der auch in Italien und Skandinavien Geld sammelte und Kämpfer für ISIL ("Islamischer Staat in Syrien und Levante") anwarb. Bosnic wurde 2015 in Sarajevo zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Etwa 240 Bosnier zum IS nach Syrien und Irak gereist

Über den zweiten IS-Rückkehrer sei weniger bekannt, schrieb «klix.ba». Dem Portal zufolge suchen die Behörden elf weitere Bosnier per Haftbefehl, die Mitglieder des IS sein sollten. Nach inoffiziellen Informationen gibt es etwa 240 Personen aus Bosnien, die nach Syrien und in den Irak gereist sein sollen. In Bosnien gelten seit 2014 verschärfte Gesetze, die die Mitgliedschaft im IS und anderen extremistischen Organisationen unter Strafe stellen.

US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Staaten aufgerufen, mehr als 800 in Syrien gefangene IS-Kämpfer der eigenen Nationalität zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen.

Deutschland will die etwa 50 deutschen IS-Dschihadisten erst zurücknehmen, wenn sicher ist, dass die nötigen Beweise vorliegen, dass sie vor deutsche Gerichte gestellt werden können. Österreich will seine IS-Kämpfer ausbürgern. Innenminister Kickl erklärte in der vergangenen Woche: "Wir werden diese Menschen nicht zurückholen."