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China-Treffen im Élyséepalast

China-Treffen im Élyséepalast
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REUTERS/Philippe Wojazer
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Das Vierer-Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker ist ein diplomatischer Drahtseilakt.

In Paris geht es um milliardenschwere Aufträge, gleichzeitig hat Frankreich politische Forderungen:

"Es gibt Meinungsverschiedenheiten. Offensichtlich ist die Ausübung von Macht in der Geschichte der Menschheit nicht ohne Rivalität möglich. Keiner von uns ist naiv, aber wir respektieren China und sind dem Dialog und der Zusammenarbeit verpflichtet. Wir erwarten von unseren Partnern auch, dass sie die Einheit der Europäischen Union und ihre Werte für Europa und für die Welt respektieren".

Chinas Präsident Xi Jinping hat sich trotz der Differenzen für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Europa und China ausgesprochen, auch wenn man nicht immer einer Meinung sei. Dazu EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker:

"Ich wünsche mir, dass zwischen China und der Europäischen Union eine bessere Gegenseitigkeit geschaffen wird, als dies derzeit der Fall ist. Für europäische Unternehmen ist es notwendig, beim Zugang zum chinesischen Markt, den gleichen Grad an Offenheit vorzufinden, den chinesische Unternehmen in Europa genießen".

Der Staatsbesuch in Paris sorgt auch für Proteste. Während Demonstranten die Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik anprangern hat der Flugzeugbauer Airbus einen Großauftrag aus China über 300 Maschinen erhalten. Macron spricht von einem exzellenten Signal.