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GfK: Otto Normalverbraucher hält seine Euros fest

GfK: Otto Normalverbraucher hält seine Euros fest
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Die Konsumenten in Deutschland schätzen zwar die Aussichten für die Konjunktur wieder optimistischer ein. Sie senkten aber ihre Einkommenserwartungen und ihre Bereitschaft zu größeren Ausgaben. Das Konsumklima-Barometer der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für April fiel um 0,3 auf 10,4 Punkte, so die monatliche GfK-Umfrage unter 2.000 Verbrauchern zu ihren Ausgaben im Einzelhandel, für Mieten, Reisen und Gesundheit. Einen schlechteren Wert gab es zuletzt vor knapp zwei Jahren.

GfK-Analyst Rolf Bürkl

Wir haben einen glänzend laufenden Arbeitsmarkt, die Erwerbstätigkeit nimmt noch zu. Damit einhergehend ist auch die Einkommensentwicklung recht positiv. Und von der guten Lohnentwicklung profitieren ja auch die Rentner. Also insgesamt sind die Voraussetzungen im Inland für eine gute Konsumkonjunktur durchaus vorhanden. Dagegen müssen die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen.“

WENN DER JOB WACKELT, TRETEN VIELE AUF DIE BREMSE

Schuld seien die üblichen Verdächtigen: Die Hängepartie um Termin und Art des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU), der schwelende Handelskonflikt der EU mit den USA oder die verschnupfte Weltwirtschaft.

Auch die Anschaffungsneigung - da geht es um Autos oder Kühlschränke - ging im März um 3,4 Zähler auf 50,2 Punkte weiter zurück - und damit auf den niedrigsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Dennoch sei davon auszugehen, dass der Konsum in diesem Jahr eine wichtige Stütze der wirtchaftlichen Entwicklung in Deutschland sein werde, so der GfK-Experte. «Doch wenn die Arbeitnehmer den Eindruck gewinnen, dass ihr Job nicht mehr ganz so sicher ist wie bisher, werden sie auch bei ihren Ausgaben vorsichtiger.»

Die weiteren Aussichten:

Der zuletzt fünf Mal in Folge gesunkene Konjunkturindikator gewann der Studie zufolge im März wieder sieben Zähler dazu auf jetzt 11,2 Punkte. Aber so ganz traue Otto Normalverbraucher dem Frieden noch nicht:

«Die Verbraucher gehen zwar nicht davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr in eine Rezession schlittert, sie sehen aber auch eine spürbare Abkühlung der Konjunktur.»

Sigrid Ulrich