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Fast 3 Jahre nach dem Referendum: Wie kam es zu diesem Brexit-Chaos?

Fast 3 Jahre nach dem Referendum: Wie kam es zu diesem Brexit-Chaos?
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REUTERS/Alkis Konstantinidis
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23. Juni 2016 - Das Referendum

"Wir haben unser Land zurück!" Das war der Jubelschrei des Rechtspopulisten Nigel Farage im Juni 2016 nach dem Brexit-Referendum.

Es war ein politisches Erdbeben, das die EU nach 40 Jahren einer Art Hassliebe erschütterte.

13. Juli 2016 - Cameron tritt ab, May übernimmt

Einen Monat später wurde Theresa May Premierministerin, nachdem David Cameron zurückgetreten war, er hatte das Brexit-Referendum in die Wege geleitet.

Die Pfarrerstochter und studierte Geografin aus der Nähe von Oxford gewann den Machtkampf innerhalb der konservativen Partei.

Nun war es an ihr, den Austritt Großbritanniens aus der EU umzusetzen.

29. März 2017 - "Brexit means Brexit"

"Brexit bedeutet Brexit" war einer ihrer Schlachtrufe, 2017, als Theresa May Artikel 50 zum Ausscheiden aus der Europäischen Union initiierte.

Sie erklärte: "Der Artikel-50-Prozess ist jetzt eingeleitet, um, wie es sich die Menschen in Großbritannien gewünscht haben, die EU zu verlassen."

26. Juni 2017 - Beginn der Brexit-Gespräche mit der EU

Etwa drei Monate später war klar, dass die Verhandlungen wirklich schwierig werden würden.

Sowohl Großbritannien als auch die EU zeigten Rote Linien auf. Beide Seiten mussten Zugeständnisse machen.

Der wohl strittigste Punkt in den Gesprächen war die Frage der Grenze zwischen dem zu Großbrtiannien gehörenden Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.

Beide Seiten wollten eine harte Grenze mit Barrieren und Kontrollen vermeiden. Die Angst vor einem neuen Nordirland-Konflikt überschattete die Gespräche.

14. November 2018 - Das Abkommen

Im November 2018 wurde ein gemeinsames Abkommen veröffentlicht und den verschiedenen Partnern zur Ratifizierung vorgelegt.

15. Januar 2019 - Parlament lehnt Deal zum ersten Mal ab

Im Januar 2019 fiel der vereinbarte Deal zum ersten Mal im britschen Parlament durch.

Und Theresa Mays Leidensweg begann.

Ihre innerparteilichen Gegner setzten die Regierungschefin immer weiter unter Druck.

Immer mehr Abstimmungen führten zu keinem klaren Ergebnis - das Chaos zögerte sich immer weiter hinaus, die eigentliche Deadline, der 29. März, war nicht mehr einzuhalten.

Trotz Mays ultimativem Angebot: ihr Rücktritt gegen den Deal führte zu nichts. Das Brexit-Chaos dauert an.