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Energie aus dem Meer - Chancen für die Küste

Energie aus dem Meer - Chancen für die Küste
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Neue Technologien werden Energie aus dem Meer in wenigen Jahrzehnten zu einer selbstverständlichen Stromquelle machen: Die Industrie will in Europa bis 2050 an die 100 Gigawatt produzieren können, was Strom für 76 Millionen Haushalte bedeutet – geschätzte 10% des gesamten Stromverbrauchs werden aus dem Meer kommen.

Europa gilt als weltweit als technologisch führend, das Marktvolumen wird auf 53 Milliarden Euro bis 2050 geschätzt. 400 000 Arbeitsplätze könnten entstehen – und dabei gerade Küstenregionen stärken.

Im European Marine Energy Centre in Nordschottland werden Prototypen getestet, Neil Kermode ist der EMEC Managing Director:

Wir brauchen Menschen in den Küstengebieten, die sich für diese Technologie einsetzen, denn das schafft Arbeitsplätze in den Küstengebieten. Das Gerät kommt von überall, aber hier müssen sie von Menschen gewartet werden, die mit Booten rausgehen, sie reparieren und instand halten.

Auf diesen Inseln sind schon einige Jobs entstanden, allein durch die Forschung. Und das wird ja viel mehr. Deshalb ist es für die Zukunft der Küstengemeinden so wichtig, auf Nachhaltigkeit in ihrer Energieversorgung zu setzen.

Es ist wirklich interessant, wie groß das Interesse privater Investoren ist, es gab eine Reihe sehr erfolgreicher Crowdsourcing-Projekte. Aber wir brauchen weiter staatliche Unterstützung, bis genügend Vertrauen privater Investoren da ist. Dann braucht es weniger Staat, weil der private Sektor wächst – aber dafür braucht es Zeit, und die Zeichen weisen in die richtige Richtung.

Um diese Technologien erfolgreich zu machen, braucht es ein gewisses Maß an Geduld und Zeit, um die Technologie zu entwickeln, das Vertrauen in sie aufzubauen und die Vision, dass sie kohlenstoffarme Energie liefern wird. So etwas geht nicht in fünf Minuten, es braucht Zeit. Wir brauchen also nachhaltige und entschlossene Unterstützung - und die Sicherheit, dass die Regulierungsbehörden dieser Technologie helfen.