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Griechenland: Internet-Gerücht setzt Migranten in Marsch

Griechenland: Internet-Gerücht setzt Migranten in Marsch
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In Griechenland haben hunderte Migranten offiziellen Angaben zufolge versucht, Polizeisperren vor dem Flüchtlingslager Diavata nahe der Hafenstadt Thessaloniki zu durchbrechen. Das Migrationsministerium sprach von Hardlinern, die mit «dunklen Zielen» Gerüchte gestreut hätten. Die Migranten sollen gemeint haben, dass die Nordgrenze Griechenlands zu Nordmazedonien offen sei. Es kam zu Rangeleien mit der Bereitschaftspolizei.

Dario aus dem Irak:

"Wir wollen zur Grenze, die Grenzen aufmachen. In Griechenland ist das Leben nicht gut, ein schweres Leben."

INTERNET-GERÜCHT

Die Idee eines Marsches gen Norden soll im Internet verbreitet worden
sein. Demnach sollte die Grenze zwischen Griechenland und
Nordmazedonien für Migranten geöffnet werden, wenn sie sich in
Massen dorthin begeben. «Es ist eine Lüge, dass die Grenze
aufgemacht werden soll. Das wird es nicht geben», erklärte der
griechische Migrationsminister Dimitris Vitsas im Staatsfernsehen
(ERT). Bislang stünden allein in einem Lager in Nordgriechenland 700 Menschen zum Aufbruch gen Norden bereit. Auch in Athen versammelten sich hunderte Migranten im Hauptbahnhof und forderten, mit einem Zug nach Nordgriechenland reisen zu dürfen.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte die
Migranten davor, Gerüchten von einer Öffnung der Grenze zu glauben. Humanitäre Organisationen und die Regierung in Athen riefen die Migranten auf, in die Flüchtlingslager zurückzukehren.

"Balkan-Route" (Maximilian Dörrbecker, Wikimedia)

Während des Höhepunkts der Migrationskrise vor rund drei Jahren war entlang der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien ein
Grenzzaun gebaut worden. Er steht noch und wird überwacht. Damit
war die sogenannte Balkanroute nach Mitteleuropa weitgehend
geschlossen worden. Sie führte von Griechenland über Nordmazedonien,
Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa. 2015 und 2016 waren mehr als
eine Million Migranten über diese Route nach Deutschland gelangt.

su