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Israels Grenzgemeinden am Gazastreifen: Alleingelassen von der Politik

Israels Grenzgemeinden am Gazastreifen: Alleingelassen von der Politik
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Die israelischen Parlamentswahlen sind in dieser Gegend im Süden Israels weit weg. Viele Menschen, die hier in unmittelbarer Nähe zum Gazastreifen leben, fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen.

Die scheinbare Idylle kann innerhalb weniger Sekunden umschlagen. Regelmäßig, besonders an Freitagen, fliegen Raketen aus dem Gazastreifen in die grenznahen Dörfer - Israel antwortet mit Luftschlägen, eine Endlosspirale der Gewalt.

In diesem Kibbutz sind die Häuser mit Luftschutzräumen ausgestattet - wie uns Anwohner David Bing erklärt: "Das ist der Luftschutzraum. Ein kugelsicheres Fenster. Und an der Innenseite dann ein eisernes Fenster. Das können Sie für ein wenig frische Luft öffnen."

Derzeit werden neue Gebäude im Kibbutz gebaut, alle werden mit ähnlichen Luftschutzräumen ausgestattet. Wenn der Alarm losgeht, haben die Bewohner 15 Sekunden, um in die Luftschutzräume zu gelangen. "Selbst wenn ich hier stehe, behalte ich immer meine Töchter im Auge. Das ist zu weit, denn ich muss im Notfall innerhalb von 15 Sekunden den Schutzraum erreichen", sagt diese Anwohnerin.

In der Grenzstadt Sderot ist Armut weit verbreitet. Man unterstützt die Regierung Netanjahus unter den Gästen in diesem Straßencafé. Wenn es Netanjahu nicht gäbe, hätten die Palästinenser die Stadt schon längst besetzt - davon ist man hier überzeugt.