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Journalistin (29) bei "Terror-Vorfall" in Nordirland erschossen

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Leona O'Neill via REUTERS
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In der nordirischen Stadt Londonderry ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen und tödlichen Schüssen auf eine junge Frau gekommen. Der Tod der 29-jährigen Journalistin in der Wohnsiedlung Creggan am Stadtrand wird als terroristischer Vorfall behandelt.

Es wurden Mordermittlungen eingeleitet. Dazu Mark Hamilton von der nordirischen Polizei:

"Unglücklicherweise hat gestern Abend um 23.00 Uhr ein bewaffneter Mann mehrere Schüsse auf die Polizei abgegeben. Eine junge Frau, Lyra McKee, 29 Jahre alt, wurde verwundet. Sie wurde vom Tatort in ein Krankenhaus überführt. Leider ist sie gestorben. Wir glauben, dass dies eine terroristische Handlung ist. Wir gehen davon aus, dass gewalttätige Republikaner dafür verantwortlich sind. Zu diesem Zeitpunkt ist unsere Einschätzung, dass die neue IRA dahinter steht. Darauf konzentriert sich unsere Untersuchung".

Die Anteilnahme ist groß. Die Chefin der nordirischen Protestantenpartei DUP Arlene Foster spricht von einem sinnlosen Gewaltakt und lobt die Arbeit der Polizei.

Michelle O’Neill, die Vize-Vorsitzende der irisch-republikanischen Partei Sinn Fein im nordirischen Regionalparlament, nimmt Anteil am Leid der Familie und spricht von einem Angriff auf den Friedensprozess.

In dem britischen Landesteil wurde vor dem Brexit mit erneuter Gewalt gerechnet. Seit Jahresbeginn sind wiederholt Sprengsätze in Londonderry explodiert.