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Macron appelliert: Amerika ist groß, wenn es für die Freiheit kämpft

Macron appelliert: Amerika ist groß, wenn es für die Freiheit kämpft
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REUTERS
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Gedenken an den D-Day US-Präsident Donald Trump an seine historische Verantwortung erinnert. «Amerika, lieber Präsident Trump, ist immer dann am größten, wenn es für die Freiheit der anderen gekämpft hat», sagte der 41-Jährige am Donnerstag auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer bei Bayeux. An der Zeremonie nahm auch Trump teil. «Wir dürfen niemals aufhören, das Bündnis der freien Völker mit Leben zu erfüllen», so Macron weiter.

Macrons Verhältnis zu Trump gilt als kühl - auch weil der unberechenbare US-Präsident sein Land aus internationalen Abkommen zurückzog. An der Zeremonie in der Normandie nahmen rund 12 000 Besucher teil, mehr als 160 US-Veteranen waren auf der Tribüne vertreten. Für sie gab es mehrfach Applaus - Trump und Macron bedankten sich bei ihnen für ihren Einsatz für die Freiheit. Auf dem Friedhof in Colleville gibt es 9380 amerikanische Soldatengräber.

Das Video der kompletten Gedenkfeier von Colleville-sur-mer im Originalton:

Für Briten und Franzosen ist die Befreiung Nordfrankreichs von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ein Tag, an den alle Jahre wieder erinnert wird. Der D-Day ist im nationalen Bewusstsein präsent. Auch so viele Jahre später sind einige Veteranen von damals zum ersten Mal mit dabei am Ort des historischen Geschehens. Für sie sind es ganz besonders emotionale Momente.

Der Ablauf des Gedenkmarathons vom 6. Juni in der französischen Normandie:

  • 8:30 Uhr: In Ver-sur-Mer legen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May den Grundstein für die Gedenkstätte "British Normandy Memorial Site".
  • 11:00 Uhr: Die Hauptzeremonie am amerikanischen Militärfriedhof in Colleville-sur-mer mit US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
  • 11:30 Uhr: Eine kanadische Zeremonie in Courseulles-sur-mer mit Franreichs Premierminister Edouard Philippe und vermutlich auch seinem kanadischen Amtskollegen Justin Trudeau.
  • 12:15 Uhr: Britisch-französische Zeremonie am Friedhof von Bayeux in Anwesenheit von Theresa May und 300 britischen Veteranen.
  • 16.30 Uhr: Die Zeremonie in Colleville-Montgomery ist den 177 französischen Marineschützen des Commando Kieffer gewidmet, die am D-Day am Sword Beach landeten.
  • 18.00 Uhr: Eine internationale Zeremonie in Courseulles-sur-mer mit Frankreichs Premierminister Edouard Philippe, mehreren Staats- und Regierungschefs sowie Mitgliedern der europäischen Königsfamilien.
Reuters

Erinnern an die gefallenen Soldaten

Der sogenannte D-Day markiert den Auftakt der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Deutschland vom Westen her und den Beginn des Siegeszugs einer demokratischen Bewegung in aller Welt. Er steht aber auch für ein unmenschliches Blutvergießen, Zehntausende Tote und Verwundete. Damals waren Zehntausende Soldaten von der britischen Küste aus in Richtung Frankreich aufgebrochen.

May, Macron und andere Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten bereits am Mittwoch an einer Zeremonie in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth, teilgenommen, bei der auch die Queen eine Rede hielt.