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May-Nachfolge: Fünf Kandidaten kämpfen um Tory-Vorsitz

May-Nachfolge: Fünf Kandidaten kämpfen um Tory-Vorsitz
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Die Suche nach einem Nachfolger für die scheidende Premierministerin Theresa May geht in die nächste Runde. Am Dienstag blieb der einstige Brexit-Minister Dominic Raab auf der Strecke, nun verbleiben noch fünf Kandidaten. Als klarer Favorit gilt der einstige Außenminister Boris Johnson, der von den Tory-Abgeordneten rund 40 Prozent der Stimmen bekam.

Brexit dominierte auch zweite Fernsehdebatte

Außenminister Jeremy Hunt, Umweltminister Michael Gove, Entwicklungshilfeminister Rory Stewart und Innenminister Sajid Javid dürfen weiter darauf hoffen, gegen Johnson anzutreten. Dessen Weiterkommen gilt als gesetzt. Der bevorstehende Brexit dominierte auch die zweite Fernsehdebatte.

"Wir müssen bis zum 31. Oktober aus der EU raus sein, ansonsten riskieren wir einen katastrophalen Vertrauensverlust in die Politik. Wir haben es schon zweimal versäumt, das Problem zu lösen", sagt der ehemalige Außenminister Boris Johnson.

"Wenn wir das Ziel fast erreicht hätten, würde es etwas länger dauern, weil die konservative Partei die Partei der Wirtschaft, der Union (mit Nordirland), die Partei der Hoffung ist und ich möchte die Unterbrechung eines No Deals vermeiden, das Risiko einer Neuwahl", erklärte Außenminister Jeremy Hunt.

Einhaltung der Brexit-Frist notwendig?

Für Umweltminister Michael Gove ist die Einhaltung der Brexit-Frist nicht entscheidend:

"Wenn wir den Brexit am 30. Oktober fast erreicht haben und wir ein paar Tage extra benötigen - wer kann etwas dagegen einwenden, sich 24 oder 48 Stunden mehr Zeit zu nehmen, um es endlich zu schaffen?"

Dagegen argumentiert Innenminister Sajid Javid:

"Einer der Fehler, den wir bisher gemacht haben, ist diese flexible Deadline. Wenn es keine feste Frist gibt, kann man die poltiischen Kräfte nicht bündeln. Das beinhaltet auch die politischen Kräfte unserer europäischen Freunde - also müssen wir das Datum festlegen und einhalten."

Der einzige Kandidat, der sich entschieden gegen einen No Deal-Brexit ausspricht, ist Entwicklungshilfeminister Rory Stewart:

"Wenn ich das Glück haben sollte, Ihr Premierminister zu werden, werde ich alles daran setzen, einen No-Deal-Brexit zu vermeiden. Er ist unnötig und schadet nur."

Johnsons Fernsehauftritt "glanzlos", aber keine Fehltritte

Beobachter werteten den Fernsehauftritt Johnsons als glanzlos, doch auch von seinen Herausforderern konnte sich keiner besonders hervortun. Bereits heute Abend findet der dritte Wahlgang statt.