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700.000 Liter Öl: Iran setzt irakischen Tanker fest

700.000 Liter Öl: Iran setzt irakischen Tanker fest
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Mitten im Konflikt um die Blockade eines britischen Öltankers hat der Iran - nach eigenen Angaben - ein weiteres Schiff im Persischen Golf beschlagnahmt. Die Revolutionsgarden behaupten, es handele sich um einen irakischen Tanker, der Erdöl habe schmuggeln wollen. Der Irak bestritt dies. Man exportiere kein Öl in den internationalen Markt.

Das Schiff soll laut Iran bereits am 31. Juli nahe der Insel Farsi gestoppt und in den Hafen Buschehr gebracht worden sein.

Debatte um militärische Mission

Der Vorfall fällt mitten in die Debatte über einen Militäreinsatz zum Schutz der Handelsschifffahrt im Persischen Golf. US-Außenminister Mike Pompeo reagierte am Sonntag in Sydney:

"Im Moment beraten viele Länder zu diesem Thema. Auch Australien befasst sich ernsthaft damit. Sie transportieren Waren durch diese Region, die wichtig sind für ihre Wirtschaft. Also ist eine gewisse Abschreckung unerlässlich für die Einwohner und die Länder selbst."

Beschlagnahmung mit Vorgeschichte

Am 19. Juli hatten die Revolutionsgarden in der Straße von Hormus den britischen Öltanker "Stena Impero" gestoppt, weil er angeblich gegen Regeln der Seefahrt verstoßen habe. Zuvor hatte Großbritannien am 4. Juli in Gibraltar den mit iranischem Öl beladenen Tanker "Grace1" festgesetzt, weil er gegen EU-Sanktionen zum Syrien-Boykott verstoßen haben soll.