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"Indigene Ländereien als Schutz gegen Entwaldung"

"Indigene Ländereien als Schutz gegen Entwaldung"
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Fast einen Monat hat es gedauert, bis Brasiliens Regierung erkannt hat, dass sie bei der Bekämpfung der Feuer Fehler gemacht hat.

Vizepräsident Hamilton Mourão räumte ein, dass sich die Situation jedes Jahr wiederholt und die Regierung gegen sämtliche Brandverstöße vorgehen will.

Als Reaktion darauf hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro jegliche Brandrodungen für die nächsten zwei Monate verboten, und zusätzlich den Einsatz des Militärs zur Unterstützung genehmigt.

Indigene Stämme bekommen jedoch die volle Breite der Waldbrände ab. So zum Beispiel der Stamm der Miky, der mittlerweile gezwungen ist, selbst gegen die Feuer vorzugehen. Sie kennen das zwar - doch diese Brände sind die schlimmsten, die sie bisher erlebt haben.

Priscilla Schwaryenholz von der NGO "Survival International", fordert im Interview mit euronews Präsident Bolsonaro auf, seine Politik zu ändern:

"Seit Anfang des Jahres haben die Eingriffe in das Land der Indigenen dramatisch zugenommen. Das ist eine direkte Folge von Bolsonaros Politik".

Schwaryenholz macht klar, dass die Erhaltung von Stammesgebieten der beste Weg sei, um die "Lunge der Erde" zu schützen:

"Indigene Ländereien sind das beste Mittel gegen Entwaldung. Es ist in der Tat möglich, eine nachhaltige Wirtschaft zu erhalten und gleichzeitig die indigenen Länder zu schützen, umso mehr, wenn wir so viel vom Klimawandel sprechen".

Die Folgen, die die Waldbrände und die Politik Brasiliens für die Umwelt haben, machen sich nun auch wirtschaftlich bemerkbar: Das US-Unternehmen VF Corporation, Besitzer von Marken wie Timberland oder Vans, hat mitgeteilt, dass es kein Leder aus Brasilien mehr kaufen will, bis klar ist, dass dies nicht schädlich für die Umwelt ist.