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Hongkong: Klinikpersonal, Schüler und Studenten folgen Aufruf zum Generalstreik

Hongkong: Klinikpersonal, Schüler und Studenten folgen Aufruf zum Generalstreik
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REUTERS/Kai Pfaffenbach
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Nach einem Wochenende der Gewalt in Hongkong sind Tausende Schüler und Studenten dem Unterricht und Vorlesungen fern geblieben. Etliche von ihnen beteiligten sich an einer Versammlung auf dem Edinburgh-Platz im Zentrum der chinesischen Sonderverwaltungszone. Mit dem Boykott folgten sie Aufrufen aus Reihen der Protestbewegung zu einem Generalstreik.

Der 15-jährige Demonstrant Adamska Chan sagte über sein Motiv: "Ich beteilige mich nicht an den Protesten, weil ich die Gesellschaft verändern will. Meine Botschaft ist: Diese jungen Leute sind Menschen voller Hoffnung. Wir möchten, dass sie uns unterstützen und uns helfen. Aber ob sie uns nun unterstützen oder nicht: Wir hoffen dass sie uns jedenfalls nicht missbrauchen oder Gewalt gegen uns anwenden."

Menschenkette des Klinikpersonals

In Hongkongs Queen-Mary-Klinik bildeten hunderte Mitarbeiter eine Menschenkette aus Protest gegen die Polizeigewalt vom Wochenende. Unklar ist, wie viele Menschen dem Aufruf zu einem Generalstreik folgten. Die Polizei stellte die Vorgehensweise einiger Protestierer an den Pranger:

Der Hongkonger Vize-Polizeichef Mak Chin-ho sagte auf einer Pressekonferenz: "Radikale Demonstranten greifen jetzt zu Brandsätzen, die länger und kraftvoller brennen. Deshalb können sie größere Schäden verursachen. Wenn jemand von einem solchen Brandsatz getroffen wird, sind die Folgen nicht abzusehen. Wir erleben mit, dass die radikalen Demonstranten komplett die Kontrolle verloren haben. Sie kümmern sich nicht um das Wohlergehen und die Sicherheit der Bevölkerung."

Über 100 Molotow-Cocktails

Nach Polizeiangaben waren mindestens hundert Molotow-Cocktails auf Einsatzkräfte geschleudert worden. Dadurch seien mehrere Brände entstanden, die das öffentliche Leben lahmgelegt hätten. Hongkonger Behörden verurteilten außerderm die teilweise Blockade des Flughafens und den Vandalismus an mehreren Bahnhöfen. Dadurch sei der Verkehr erheblich beeinträchtigt worden. Am Wochenende wurden laut Polizei 159 Menschen festgenommen, unter ihnen ein Dreizehnjähriger.