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Teheran kündigt 3. Stufe des Rückzugs aus Atomabkommen an

Teheran kündigt 3. Stufe des Rückzugs aus Atomabkommen an
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Der Iran will am Samstag weitere Teile des Atomabkommens von 2015 aufkündigen. Das sagte ein Beamter der iranischen Atomenergiebehörde. Die Islamische Republik drängt Europa, mehr zu tun, um den Deal nach dem Rückzug der USA am Leben zu erhalten.

Carlos Martin Ruiz, Sprecher der EU-Kommission äußerte sich skeptisch und nahm Teheran in die Pflicht: "Wir sind nach wie vor zutiefst besorgt darüber, dass der Iran die im Atomabkommen festgelegte Schwelle überschritten hat. Der Vorrat an angereichertem Uran und der jeweilige Anreicherungsgrad sind unserer Meinung nach mit dem Abkommen unvereinbar. Und in diesem Zusammenhang fordern wir Iran auf, diese Schritte umzukehren und auf weitere Maßnahmen zu verzichten, die den Atomvertrag untergraben".

"Ein gefährliches Spiel"

Der iranische Präsident Hassan Rohani hat davor gewarnt, dass sein Land einen dritten Schritt des Rückzugs aus dem Atomabkommen unternehmen wird, wenn Europa seinen Verpflichtungen gegenüber dem Pakt nicht nachkommt.

Teheran will, dass Brüssel einen Weg findet, die finanzielle Belastung durch neue Sanktionen zu verringern. Ein gefährliches Spiel, so der Analyst für iranische Angelegenheiten Majid Golpour von der Freien Universität Brüssel: "Auf der geopolitischen Ebene, wird dies für noch mehr Spannungen und Hintergedanken sorgen. Und auf europäischer Ebene ist es nicht gut, derartig auf die großen Bemühungen Frankreichs zu reagieren. Paris will nur die Rolle eines guten Vermittlers übernehmen."

Verpufft die Macron-Initiative?

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versucht Donald Trump davon zu überzeugen, wieder in das Atomabkommen einzutreten und die neu verhängten Iran-Sanktionen zu beenden. Macron stellte persönliche Gespräche zwischen dem US-Präsidenten und Rohani in Aussicht. Bisher wurde kein Treffen vereinbart.