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Interimschef der Atomenergiebehörde in Teheran eingetroffen

Interimschef der Atomenergiebehörde in Teheran eingetroffen
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Die Spannungen zwischen dem Iran und der westlichen Welt nehmen immer weiter zu. Die Forderungen nach der Wiederaufnahme seiner Atomabkommensverpflichtungen werden immer lauter - und tatsächlich empfängt der Iran an diesem Wochenende eine besondere Besuchergruppe. Der Interimschef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Cornel Feruta, ist zu Besuch im Iran.

"Der Iran hat versprochen, den UN-Inspektoren weiterhin den Zugang zu den Nuklearanlagen des Landes zu gestatten, und eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde ist gerade hier in Teheran angekommen", erklärt Euronews-Reporterin Anelise Borges.

"Der Iran besteht darauf, dass dies kein Notfall-Meeting ist, und es seit langer Zeit geplant war. Aber als ich den Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde fragte, war seine Absicht sei und was genau er hier im Iran mache, hatte er keine Antwort."

Es ist das erste Mal seit fast zwei Jahren, dass ein Chef der Internationalen Atomenergiebehörde den Iran besucht. Angesichts des weiteren Teilausstiegs stehen wohl mehrere Gespräche, darunter mit Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, Atomchef Ali-Akbar Salehi sowie Sicherheitsberater Ali Schamchani auf dem Plan.

Zwei Phasen des Teilausstiegs hat der Iran bereits durchlaufen - die Erhöhung des Uranvorrats von den im Vertrag erlaubten 300 auf 357 Kilogramm sowie die Erhöhung der Urananreicherung von 3,67 auf 4,5 Prozent.

Am Samstag hatte das Land die dritte Stufe seines Teilausstiegs aus dem Wiener Vertrag begonnen. Im Zuge dessen will die iranische Atomorganisation (AEOI) an moderneren und schnelleren Zentrifugen arbeiten, um die Urananreicherung schneller und effektiver zu machen.

"Früher am Samstag kündigte der Iran an, dass er damit begonnen hat, Uran in modernere Zentrifugen zu injizieren. Das ist eine der Maßnahmen, die zur Erweiterung des Atomprogramms ergriffen werden - aber Teheran besteht darauf, dass es zur vollen Einhaltung der Vereinbarung zurückkehren wird, sobald die anderen Unterzeichner ihre Seite des Abkommens einhalten", sagt Borges.

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