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Iran: Teilausstieg aus Atomdeal

Iran: Teilausstieg aus Atomdeal
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Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die EU darüber informiert, dass Teheran ab Freitag weitere Teile des historischen Atomabkommens von 2015 aufkündigen werde.

Die Führung in Teheran will nun sämtliche Verpflichtungen zu Forschung und Ausbau seiner Nukleartechnologie aussetzen.

"Wir haben wiederholt betont, dass wir dazu bereit sind, die von uns ergriffenen vorübergehenden Maßnahmen zur Nichteinhaltung des Atomabkommens zu stoppen - sobald das Abkommen wieder von der anderen Seite eingehalten wird. Leider haben die USA beschlossen, nicht nur ihre eigenen Wirtschaftsbeziehungen zum Iran zu verschlechtern. Noch dazu best rafen sie sogar andere Länder für eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zum Iran, was völlig inakzeptabel ist", so Sari.

Teheran betreibt zuletzt wieder eine höhere Urananreicherung, als Reaktion auf den einseitigen Ausstieg der USA im vergangenen Jahr aus dem 2015 unterzeichneten historischen Atomabkommens und der Verhängung immer weiterer Sanktionen. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nehmen seitdem immer weiter zu.

Unsere euronews-Korrespondentin Anelise Borges kommentiert aus Teheran: "Die iranischen Behörden haben uns mitgeteilt, dass sie jetzt eine Urananreicherung von 60% planen. Dies liegt weit über der Grenze, die der Iran im Rahmen des Atom-Abkommens vereinbart hatte. Eine Vereinbarung, die der Iran für das bestmögliche Abkommen hält und die das Land bereit ist, weiter umzusetzen, sobald die anderen Unterzeichner ihre Seite des Abkommens einhalten. Nun stellt sich erneut die Frage: wie weit wird der Iran seine momentane Taktik der Eskalation fortführen und wie wird der Westen reagieren? "