Nach Trump-Absage: Taliban drohen mit neuen Anschlägen

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Von Euronews mit Reuters, dpa
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Die Taliban haben nach der Gesprächsabsage durch US-Präsident Trump mit weiteren Anschlägen auf US-Amerikaner gedroht.

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In Afghanistan haben die Taliban damit gedroht, die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Gespräche (mit den Taliban) zu stoppen, werde weitere US-Amerikaner das Leben kosten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Anschläge der Taliban, am Donnerstag kamen zwei Nato-Soldaten um, ein Rumäne, ein US-Amerikaner.

Trump teilte jetzt per Twitter mit, er habe als Reaktion das für diesen Samstag geplante Treffen mit den Taliban und die Friedensverhandlungen abgesagt.

US-Außenminister Mike Pompeo wollte eine Wiederaufnahme nicht ausschließen. Außerdem sagte er: "Wir werden unsere Truppen nicht abziehen, ohne sicherzustellen, dass wir die beiden Ziele Trumps erreichen. Jede Verringerung unserer Kräfte wird sich an tatsächlichen Fakten vor Ort ausrichten, nicht bloßen Versprechen. In den vergangenen zehn Tagen haben wir mehr als 1000 Taliban getötet. Die Amerikaner sollen wissen, dass Trump den Krieg zu den Taliban trägt, um sicherzustellen, dass wir amerikanische Interessen schützen. Wir geben niemals auf."

Die afghanische Regierung sieht die Schuld am Abbruch der USA-Taliban-Gespräche bei den Taliban. Sie hofft dennoch auf ihre Fortsetzung. Regierungssprecher Sediq Sediqqi sagte: "Wir glauben fest an einen Prozess, der von der afghanischen Regierung und dem afghanischen Volk geleitet werden kann und der uns zu einem würdevollen Frieden, einem nachhaltigen Frieden und einem Frieden führen wird, in dem die Taliban keine Afghanen mehr töten werden."

Die USA und die Taliban sprachen seit Juli vergangenen Jahres über eine politische Lösung des Konflikts in Afghanistan. Beide Seiten zeigten sich bis zuletzt zuversichtlich, bald ein Abkommen zu unterzeichnen.

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