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EU verspricht mehr Geld für venezolanische Flüchtlinge in Kolumbien

 EU verspricht mehr Geld für venezolanische Flüchtlinge in Kolumbien
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Die Europäische Union will Kolumbien bei der Versorgung von Hunderttausenden Flüchtlingen und Migranten aus dem Nachbarland Venezuela mehr helfen.

Die EU hat Kolumbien bislang bereits mit 130 Millionen Euro unterstützt und werde nun weitere Mittel zur Verfügung stellen - so die Außenbeauftragte Federica Mogherini bei einem Besuch in Bogota: "Ich freue mich, heute eine neue Hilfe in Höhe von 30 Millionen Euro für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge ankündigen zu können. Kolumbien kann dies nicht alleine schaffen, das Land braucht internationale Hilfe und hat die volle Unterstützung der Europäische Union. Dieser humanitäre Krise, die eine der schlimmsten weltweit ist, fehlt es am meisten an finanziellen Mitteln."

Die Regierung in Bogota warnte zuletzt, bei der Betreuung der Venezolaner an ihre Grenzen zu stoßen. Wegen der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise in dem südamerikanischen Land haben bereits über vier Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen. Mehr als 1,4 Millionen haben sich in Kolumbien niedergelassen.

Mogherini hat Kolumbien auch Unterstützung bei dem wiederaufflammenden Kampf gegen Farc-Rebellen zugesagt: "Gewalt kann niemals die Antwort sein. Deswegen verurteilen wir energisch die Ankündigung einer kleinen Gruppe von FARC-Dissidenten wieder zu den Waffen zu greifen. Dies gefährdet auch nicht den Friedensprozesses, es ist nur die Entscheidung einer kleinen Gruppe."

Kolumbien wirft dem Nachbarland Venezuela die Unterstützung der linken Guerillaorganisation vor. Die letzte Reise von Federica Mogherini vor dem Ende ihrer Amtszeit als EU-Außenbeauftragte wird von verschärften Spannungen zwischen Kolumbien und Venezuela überschattet.