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Selbstjustiz an der slowenischen Grenze

Selbstjustiz an der slowenischen Grenze
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Eine selbst ernannte Bürgerwehr patrouilliert zur Eindämmung der irregulären Migration an der slowenischen Grenze zu Kroatien.

Sie will die regulären Grenzwachen unterstützen und fängt Migranten, die versuchen die Grenze zu überwinden und übergibt sie den Behörden. Slowenien überwacht die Grenze in der Regel mit Polizeieinheiten.

Dazu Blaz Zidar, Mitglied der slowenischen Bürgerwehr:

"Ich denke, die einzige Lösung hier ist, dass wir die Armee an die Grenze schicken. Die Situation ist jetzt ähnlich, als ob Sie die Tore eines Gefängnisses öffnen würden und sagen, wir lassen alle Gefangenen raus. Wer würde da drinnen bleiben? Nicht ein einziger".

Die klassische Balkanroute, die von Griechenland über Ungarn nach Mitteleuropa führt, gilt seit 2016 als weitgehend geschlossen. Seitdem hat sich eine alternative Route über Slowenien etabliert.

Dazu Andrej Sisko, Kommandant der Bürgerwehr:

"Was ist das Ziel? Ziel ist es, Menschen und Freiwillige auszubilden, um ihr Land im Bedarfsfall zu verteidigen und dem Militär und der Polizei zu helfen, die öffentliche Ordnung zu kontrollieren. Es gilt in Zeiten massiver Migrationen aus den afrikanischen und asiatischen Staaten, vor allem von Muslimen, unsere Grenzen zu schützen. Denn ein Staat, der nicht in der Lage ist, seine Grenze zu schützen, ist wirklich kein souveräner Staat".

Der slowenische Ministerpräsident Marjan Sarec hatte bei einem Besuch an der kroatischen Grenze eine Verstärkung des Grenzschutzes gegen irreguläre Migranten angekündigt.

35 zusätzliche Soldaten werden an der Grenze postiert. Unter anderem wird das Militär künftig gepanzerte Fahrzeuge und moderne Überwachungstechnik einsetzen.