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Mit wem koalieren? Kurz will mit allen sprechen

Mit wem koalieren? Kurz will mit allen sprechen
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REUTERS/Leonhard Foeger
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Sebastian Kurz konnte sich vor Gratulanten gar nicht retten. Seine ÖVP ist als deutlicher Sieger aus der Nationalratswahl hervorgegangen.

Koalitionsmöglichkeiten bieten sich der ÖVP nun mehrere, Kurz kündigte an, mit allen künftig im Parlament vertretenen Parteien sprechen zu wollen. „Das ist ein unglaubliches Ergebnis, wir sind äußerst dankbar. Es ist ein geschichtsträchtiger Tag für die ÖVP. Wir sind für die Unterstützung der Menschen in unserem Land sehr dankbar. Jetzt werden wir unser Bestes geben, um der Republik Österreich zu dienen“, so Kurz.

Auch seine Anhänger waren begeistert: „Keine Worte im Moment. Unglaublich“, so eine Frau. „Ah super. Rekordergebnis. Rekordvorsprung. Und schauen (wir mal), was die Koalitionsverhandlungen ergeben, würde ich sagen. Also, (das) wird sicher interessant jetzt die nächsten zwei Wochen“, sagt ein ÖVP-Wähler. „Ja phänomenal, so wie erwartet“, ließ eine Kurz-Anhängerin verlauten.

Laut vorläufigem Endergebnis - allerdings noch ohne die Stimmen der Briefwähler - kommt die ÖVP auf 38,4. SPÖ und FPÖ mussten im Vergleich zu 2017 deutliche Verluste einstecken.

Den Freiheitlichen machten unter anderem die Nachwirkungen der Affäre um das Ibiza-Video zu schaffen, das die Koalition mit der ÖVP zu Fall gebracht hatte.

Zu den Wahlsiegern gehören neben Kurz die Grünen. Unter der Leitung von Bundessprecher Werner Kogler entfielen auf die Partei 12,4 Prozent der Stimmen - 2017 hatte man mit 3,8 Prozent noch den Einzug in den Nationalrat verpasst. „Es ist erst einmal ein Auftrag, vor allem den jungen Menschen gegenüber - ich glaube, da sind wir deutlich die Nummer eins - unser Programm umzusetzen, von welcher Stelle auch immer. Wir haben hier vor, Österreich zur Umwelt- und Klimaschutznation Nummer eins zu machen“, sagte Kogler.

Die NEOS legten leicht zu und erhielten 7,4 Prozent der Stimmen. Die liberale Partei könnte mit ÖVP und den Grünen ein Dreierbündnis schmieden - so wie es auf Landesebene bereits in Salzburg der Fall ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Fortsetzung der schwarz-blauen Koalition aus ÖVP und FPÖ. Theoretisch wäre auch ein Bündnis von ÖVP und SPÖ drin.