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Sexualkunde in Polen künftig strafbar? Proteste gegen Gesetzespläne

Sexualkunde in Polen künftig strafbar? Proteste gegen Gesetzespläne
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Tausende Menschen sind in Polen gegen ein geplantes Sexualkunde-Gesetz auf die Straße gegangen. Neben einer Großkundgebung in Warschau gab es am Mittwochabend auch in anderen Städten Demonstrationen.

Nach dem Gesetzesvorhaben könnten sich Lehrer künftig für Sexualkunde-Unterricht an Schulen bis zu fünf Jahre Haft einhandeln. Initiiert wurde die geplante Rechtsänderung durch ein Bündnis von Abtreibungsgegnern. Ziel sei der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor angeblich "sexueller Verdorbenheit".

Unterstützt werden die Reformpläne von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS. Sie holte bei der Parlamentswahl am Sonntag die absolute Mehrheit. Besonders im ländlichen Polen hatte die PiS im Wahlkampf mit ihrer Vision eines konservativen, katholisch geprägten Wohlfahrtsstaats gepunktet.

Das oberste Gericht des Landes kam jedoch vorläufig zu dem Schluss, der Gesetzentwurf könnte gegen das Verfassungrecht auf Bildung verstoßen. In den kommenden Tagen sollen weitere Protestaktionen gegen die Gesetzespläne folgen.

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