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Uluru: Heiliger Berg der Aborigines für Touristen geschlossen

Uluru: Heiliger Berg der Aborigines für Touristen geschlossen
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Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen und Bitten der Ureinwohner hat Australien offiziell das Wandern und die Besteigung des Uluru für immer verboten. Der Ayers Rock, so der englische Name, ist eines der bekanntesten Wahrzeichens Australiens und hat jedes Jahr hunderttausende Besucher angezogen. Nach Angaben der Verwaltung der australischen Nationalparks besuchten in den zwölf Monaten bis Juni 2019 mehr als 395.000 Menschen den Uluru. Trotz aller Schilder und Broschüren ließen Touristen haufenweise ihren Abfall liegen. Mangels Toiletten verrichteten manche auf dem Unesco-Weltkulturerbe auch ihre Notdurft.

Jason Dudas, amerikanischer Tourist aus Las Vegas:

"Ich weiß, dass es Diskussionen wegen der Wanderer gibt, und ich respektiere die Aborigines, aber es war nicht verboten, deshalb habe ich es gemacht. Aber nach dem offiziellen Verbot werde ich hier nicht mehr wandern."

Die Bekanntgabe der Schliessung löste einen letzten Ansturm auf den roten Felsen aus, tausende Touristen wollten sich die Chance nicht entgehen lassen, ein letztes Mal auf den Felsen zu klettern.

Jahrzehntelanger Kampf der Aborigines um ihren heiligen Berg

Die Anangu, die örtlichen Aborigines, leben seit 10.000 Jahren am Uluru. Ihnen ist der Berg heilig und von grösster spiritueller Bedeutung in ihren so genannten Traumzeit-Erzählungen. Jahrzehntelang kämpften die Anangu erst um die Landrechte, die ihnen 1977 durch eine Klage zugesprochen wurden, ein Jahrzehnt später wurde ihnen das Land übertragen. Die Verwaltung des Nationalparks aber blieb in Händen der Regierung, so konnten die Anangu nur darum bitten, das der Berg nicht mehr bestiegen werden solle. Dieser Bitte wurde 2017 statt gegeben, am Wochenende soll es eine Feierstunde zur Schließung geben.

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