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Eltern von Otto Warmbier fordern Ende von Nordkoreas Hostel in Berlin

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Kyodo via Reuters
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In einem Interview mit NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung verlangen die Eltern des 2017 im Alter von 22 Jahren verstorbenen Otto Warmbier die Schließung des "City Hostel" auf dem Gelände von Nordkoreas Botschaft in Berlin.

"Man muss das Regime verantwortlich machen, wo immer es Regeln bricht", sagen Cindy und Fred Warmbier in dem Gespräch mit den Journalisten Georg Mascolo und Klaus Scherer.

Entgegen geltender UN-Regeln erwirtschaftet Nordkorea mit dem Hostel in Berlin Geld.

Warmbiers Familie wirft der Führung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un vor, sie habe Otto Warmbier als Geisel genommen, als politischen Gefangenen gehalten und misshandelt. Die Familie verklagte das Regime in Pjöngjang auch wegen "brutaler Folter und Mord".

Ende 2015 war der damals 21 Jahre alte Otto Warmbier nach einer Gruppenreise in Nordkorea festgenommen und wegen "feindlicher Handlungen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er hatte zugegeben, ein Propaganda-Poster abgerissen zu haben.

Während der Haft fiel Warmbier ins Koma. Nach langen Verhandlungen zu seiner Rückkehr in die USA starb der 22-Jährige, wenige Tage nachdem er im Juni 2017 nach Hause gekommen war.

Der Botschafter der USA in Deutschland, Richard Grenell, empfing die Eltern von Otto Warmbier in Berlin und veröffentlichte ein Foto auf Twitter.

Zuvor war die Familie empört über Donald Trump gewesen, nachdem dieser Kim Jong-un getroffen hatte.

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