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Steigendes Meerwasser bedroht "Obstgarten Europas"

Steigendes Meerwasser bedroht "Obstgarten Europas"
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Manuel Garcia Quero ist Landwirt im Südosten Spaniens.

Hier regnet es nur sehr selten und wenig. Um davon nicht abhängig zu sein, bezieht Manuel Wasser aus unterirdischen Reserven, dem sogenannten Aquifer - auch Grundwasserleiter genannt.

Diese Lösung hat jahrzehntelang gut funktioniert, doch jetzt macht ihm das Meer einen Strich durch die Rechnung.

Der Manuel Garcia Quero: "In all den Jahren haben wir uns mit tiefem Grundwasser beholfen. Doch dann drang an beiden Rändern des Grundwasserleiters Meerwasser ein, was sehr schlecht ist. Uns wurde klar, dass der Aquifer dem nicht standhalten kann."

Nicht die Gegend um El Ejido bei Almeria ist davon betroffen. In mehr als die Hälfte der unterirdischen Wasservorkommen an der Küste Spaniens bahnt sich das Meer seinen Weg.

REGEN BLEIBT AUS, MEERWASSER DRINGT VOR

Jaime Velazquez, Euronews:

"Das Grundwasser des sogenannten 'Obstgartens Europas' wird immer salziger. Dringt noch mehr Meerwasser ein, wird ein Großteil Ernte zerstört. 40 Prozent der Obst- und Gemüse-Lieferungen für die europäischen Märkte im Winter sind in Gefahr."

"Die Landwirte sagen, dass das Ansteigen des Meeresspiegels bereits in vollem Gange ist und dass sie handeln müssen, bevor es ihre Existenzgrundlage vernichtet."

Experten sagen, dass der Klimawandel die Ozeane ansteigen lässt, was die Sache noch verschlimmert.

Der Hydrologe Juan de Dios, Geologisches Institut in Spanien (IGME) hat bereits vor zwölf Jahren erste Anzeichen für diese beunruhigende Entwicklung festgestellt: "Früher speiste hauptsächlich Niederschlag das Grundwasser, durch Versickerung. Nun gehen immer mehr Reserven verloren – Regen bleibt aus, Meerwasser dringt vor."

Die Landwirte von El Ejido mischen das Grundwasser nun mit entsalztem Wasser und gereinigtem kommunalem Abwasser.

Sie hoffen, dass das den Salzgehalt des Wassers reduziert wird, auf ein für die Landwirtschaft verträgliches Niveau. Aber noch viel wichtiger: Dass es den Aquifer wieder auffüllt.

Manuel Garcia Quero bleibt optimistisch und hofft darauf, seine bisherige Bewässerung weiter betreiben zu können: "Wir wollen, dass sich die Wasserspeicher erholen, damit sie das Meerwasser zurückdrängen. Wenn der Meeresspiegel steigt und wir gleichzeitig den Grundwasserspiegel erhöhen, entsteht hoffentlich ein neues Gleichgewicht."

GIBT ES NOCH EIN ZURÜCK ?

Laut Vereinten Nationen kommt beim Kampf gegen den Klimawandel irgendwann der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Sie gehen davon aus, dass der Meeresspiegel in den nächsten 80 Jahren bis zu einen Meter steigen wird.

Jaime Velazquez, su

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