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Verfolgte Christen: keine friedliche Weihnacht

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Verfolgte Christen: keine friedliche Weihnacht
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Auf der ganzen Welt feiern Christen das Weihnachtsfest. Aber sie werden in vielen Ländern auch verfolgt.

Einem aktuellen Bericht der US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF) zufolge sind Christen in Burma, der Zentralafrikanischen Republik, China, Eritrea, Iran, Nigeria, Nordkorea, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam am stärksten verfolgt. Laut einem USCIRF-Kommissar sind "Christen die am meisten verfolgte religiöse Gruppe der Welt", und die Verfolgung nimmt nur noch zu.

In Syrien haben viele Christen das Land verlassen

In Syrien gehören Christen zur Minderheit, viele haben während des Kriegs das Land verlassen. Im multiethnischen Qamischli im Nordwesten hoffen die Menschen in der Kirche auf eine friedliche Zukunft.

AFP

Salim Abdelmasih:

"So Gott will, wird es in Syrien, wie wir in Qamischli sehen, von Jahr zu Jahr besser. Was auch immer im Land geschieht, die Dinge verbessern und bewegen sich in eine gute Richtung. So Gott will, werden die Dinge in Syrien besser werden."

AFP

Hanan Kouriyeh:

"So Gott will, wird die Geburt Jesu auch eine neue Geburt für Syrien sein. Und es wird stärker zurückkommen als zuvor. Das wünschen wir uns von Gott."

Peking will die Rechte der katholischen Kirche in China einschränken

In Peking haben hunderte chinesische Katholiken die Weihnachtsmesse in der historischen St. Heiland-Kathedrale, auch Xishiku-Kathedrale besucht. Der Andrang war groß, dutzende Menschen standen an, um in die Kirche zu kommen, darunter auch viele Nicht-Katoliken, die sich für die christlichen Feierlichkeiten interessierten. In China leben 12 Millionen Katholiken.

Die diesjährige Weihnachtsmesse war die erste heilige Messe nach Inkrafttreten der Vereinbarung, dass der Vatikan die chinesischen Bischöfe ernennen darf - nach jahrelangem Streit zwischen China und dem Vatikan. Die katholische Kirche bestand darauf, dass die Bischöfe vom Papst ernannt werden, die chinesische Regierung sagte, dass dies eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas sein.

In Nigeria sind 2019 über 1.000 Christen ermordet worden

In Nigeria sind laut eines Berichts 2019 mehr als 1.000 Christen ermordet worden. Sie wurden Opfer des dschihadistischen Terrors der Organisation Boko Haram und einer Eskalation der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Bauern.

Der Humanitarian Aid Relief Trust (HART) sagt, dass die nomadische Fulani-Gruppe christliche Bauern mit einer "aggressiven und strategischen Landnahmepolitik" unter Druck setzt und sie unter dem Slogan "Dein Land oder dein Blut" vertreibt. Experten sagen, dass die Verfolgung neben dem Kampf um Land und Wasser eine gefährliche religiöse und ethnische Dimensionen angenommen habe.

AFP
Christen während der Weihnachtsmesse im nigerianischen AbujaAFP