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Nordkorea droht - USA enttäuscht

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Nordkorea droht - USA enttäuscht
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Zum Jahreswechsel hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit der Entwicklung neuer Waffen gedroht. Hintergrund ist ein Ultimatum Nordkoreas an die USA, das an Silvester ausgelaufen ist. Nordkorea fordert unter anderem eine Aufhebung internationaler Sanktionen. Die USA lehnen dies ab. Kim sagte, man fühle sich jetzt nicht mehr an den Teststopp für Atombomben und Interkontinentalraketen gebunden.

Pjöngjang könne nicht die künftige Sicherheit für sichtbare wirtschaftliche Erfolge und Glück und Bequemlichkeit in der Realität aufgeben - jetzt, wo die feindlichen Handlungen und die nukleare Bedrohung gegen sein Land wachse, sagte Kim auf einer Sitzung des Zentralkomitees seiner Partei. Nordkorea hatte bereits gedroht, falls Washington in den Atomgesprächen keine Zugeständnisse mache, werde man einen neuen Weg einschlagen.

Diesen Teststopp hatte Kim vor dem ersten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump verkündet. Zur Begründung hatte er gesagt, das nordkoreanische Atomwaffenprogramm sei am Ziel. Konkrete Angaben, welche Waffen Nordkorea jetzt entwickeln will, machte Kim nicht. Die USA äußerten sich enttäuscht über die Ankündigung aus Nordkorea. Sie riefen dazu auf, zur Diplomatie zurückzukehren.

"Er repräsentiert sein Land. Ich repräsentiere mein Land. Wir müssen tun, was wir tun müssen. Aber er hat eine Vereinbarung unterzeichnet und da geht es im ersten Satz um atomare Abrüstung. Das ist in Singapur passiert. Wir werden sehen, was passiert, aber ich denke, er steht zu seinem Wort", sagte Trump.

Die Verhandlungen zwischen Nordkorea und den USA sind seit dem Scheitern des zweiten Gipfels im Februar dieses Jahres in Vietnam nicht mehr vorangekommen. Kim ließ offen, ob er bereit für neue Gespräche sei.