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Niedlich, aber gefährlich: Robbenwurfsaison auf Helgoland

Niedlich, aber gefährlich: Robbenwurfsaison auf Helgoland
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AFP
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Um den Jahreswechsel herum ist auf Helgoland Babyrobbenzeit: Von November bis Januar kommen Kegelrobben an der Felseninsel in der Nordsee an Land, um ihre Jungen zu werfen. Geboren mit dem weißen, flaumigen Lamugofell haben die Jungtiere in den ersten Wochen ihres Lebens vor allem eine Mission: sich mit der Muttermilch fettfressen. Nach 14 Tagen wiegen sie circa 50 Kilo. Die Wurfsaison zieht jedes Jahr viele BesucherInnen an.

"Ich sehe das gerne im Fernsehen, ich finde das total spannend", so eine Touristin aus Bochum. "Aber hier ist es viel, viel spannender."

Für das friedliche Nebeneinander von Mensch und Tier hat die Gemeinde Wege in die Dünen gebaut - Schaulustige sollen einen Abstand von mindestens 30 Metern wahren. Denn die Robben sind zwar süß, aber trotzdem die größten Raubtiere Deutschlands. Ausgewachsene Weibchen wiegen 150, Männchen sogar um die 300 Kilo. Wer zwischen eine Mutter und ein Junges gerät, kann angegriffen werden. Wenn sie sich zu sehr an Menschen gewöhnen, nähern sich die Robben im Sommer zudem SchwimmerInnen, um zu spielen. Badegäste müssen mit Bisswunden rechnen.

"Die Menschen vergessen oft jede Grenze und gehen zu dicht ran", so die Dünenrangerin Ute Pausch. "Das hat natürlich negative Folgen. Letzendlich werden die Tiere sehr an Menschen gewöhnt und das schlägt dann wie ein Bumerang auf uns zurück in der Badezeit."

Rund 530 Robbenbabys wurden laut dem Naturschutzverein Jordsand in dieser Saison auf Helgoland geboren - die Zahl der Geburten steigt seit Jahren. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Kegelrobbe die deutschen Küsten zurück erobert - zuvor war sie wegen intensiver Bejagung in Wattenmeer und Ostsee fast ausgerottet.

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