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Verbraucherpreise: Inflation sinkt unter zwei Prozent, so das Statistische Bundesamt

Die Inflation ist nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts im Februar auf 1,9 Prozent gesunken.
Die Inflation ist nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts im Februar auf 1,9 Prozent gesunken. Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am
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Die Inflation für den Monat Februar beläuft sich nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts auf 1,9 Prozent. Preisnachlässe gab es insbesondere in einem Bereich.

Im Februar ist die Inflationsrate unter zwei Prozent gesunken. Die Preise für Waren und Dienstleistungen lagen im Februar laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes bei 1,9 Prozent.

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Im Januar war die Teuerungsrate auf 2,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember mit 1,8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr gefallen war. Dass sie jetzt wieder um 0,2 Prozentpunkte gefallen ist, übersteigt sogar die Erwartungen von Experten. Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr mit einer Inflationsrate von 2,0 Prozent.

Das waren die Preistreiber im Februar

Für Lebensmittel mussten Menschen im Februar jedoch 1,1 Prozent mehr bezahlen als noch im selben Monat im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sind die Nahrungsmittelpreise jedoch nicht mehr so schnell teurer geworden, im Januar lag die Teuerung bei 2,1 Prozent.

Dienstleistungen führen bei der Teuerung im Februar an, hier mussten Deutsche 3,2 Prozent mehr bezahlen als noch im Vorjahresmonat. Darunter fällt beispielsweise auch die Preiserhöhung beim Deutschlandticket sowie der Restaurant- und Cafébesuch. Einsparungen durch die Verringerung der Mehrwertsteuer kommen bei Kunden kaum an.

Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im Februar 2026 voraussichtlich 2,5 Prozent.

In diesen Bereichen haben die Preise nachgelassen

Inbesondere im Bereich Energie haben die Preise nachgelassen, Verbraucher wurden entlastet. Strom, Gas und insbesondere Heizöl sind wieder erschwinglicher geworden, während die Spritpreise eher unverändert hoch bleiben.

Die deutsche Wirtschaft hellt sich nach zwei Jahren der Rezessionsstimmung etwas auf, doch die Verbraucher scheinen der Erholung nicht zu trauen. Deutsche neigen zum Sparen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Während die Unternehmen mit den aktuellen Wirtschaftsprognosen etwas Hoffnung schöpfen, zeigen sich die Verbraucher noch kritisch gegenüber einem möglichen Aufschwung.

Deutsche neigen zum Sparen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Damit ist die Sparneigung seither mit 18,9 Punkten im Februar auf einem neuen Höchststand. Dieser Wert liegt 9,5 Punkte über dem Vorjahresniveau.

"Auch wenn sich die Wirtschaft wieder leicht zu beleben scheint, bleiben die Konsumenten derzeit noch skeptisch", erklärt Rolf Bürkl, der Vorsitzende des Konsumklima-Index bei NIM. Bürkl geht davon aus, dass "die geopolitischen Spannungen, aber auch die Herausforderungen in der Sozialpolitik" die Unsicherheit und damit auch die Sparneigung hochhalten würden.

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