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Bericht des Iran: 2 Raketen trafen ukrainisches Passagierflugzeug

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Bericht des Iran: 2 Raketen trafen ukrainisches Passagierflugzeug
Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved   -   Ebrahim Noroozi
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Das im Iran abgeschossene ukrainische Passagierflugzeug wurde durch zwei Raketen zum Absturz gebracht. Zu diesem Ergebnis kommt die iranische Luftfahrtbehörde. Demnach seien nahe der iranischen Hauptstadt zwei Raketen des russischen Typs "M1-TOR" von Norden auf das Flugzeug gefeuert worden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Isna.

Teheran hatte zuerst von von einem technischen Defekt gesprochen, später aber eingeräumt, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Der iranische Generalstab hatte am 11. Januar, drei Tage nach der Tragödie, die Verantwortung der Streitkräfte anerkannt.

Bericht zur Absturzursache noch nicht endgültig

Der neue Bericht führt nun detailliert aus, wie es zum Absturz kam. Dabei handle es sich allerdings noch nicht um ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen, so die Behörde.

Zuvor hatten Medien anhand eines Videos analysiert, dass die Maschine durch zwei Geschosse getroffen worden sein könnte. Dabei sei auch möglicherweise das Kommunikationssystem des Flugzeugs zerstört worden. Laut Bericht gab es keinen Kontakt zu den Piloten.

Iranisches Volk fordert Gerechtigkeit

Aufgrund der anfänglichen Vertuschung der Fakten durch die iranische Führung war es im Iran vor gut einer Woche zu Protesten gekommen. Die Demonstranten forderten eine Bestrafung der Verantwortlichen. Präsident Hassan Ruhani versprach daraufhin eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls durch ein Sondergericht mit verschiedenen Expertenteams.

Die Maschine der Ukraine International Airlines war am 8. Januar auf dem Weg nach Kiew. Alle 176 Menschen an Bord waren bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Iranischen Angaben zufolge waren 147 der Passagiere Iraner, darunter viele mit doppelter Staatsbürgerschaft. Außerdem befanden sich 29 Bürger aus der Ukraine, Kanada, Schweden und Afghanistan an Bord der Maschine.