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Corona-Virus: China riegelt fünf Städte in der Hubei-Provinz ab

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Corona-Virus: China riegelt fünf Städte in der Hubei-Provinz ab
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Im Kampf gegen das in China grassierende Corona-Virus greifen die Behörden durch. Sie haben die 11-Millionen-Metropole Wuhan sowie mehrere umliegende Städte abgeriegelt. Flüge, Züge und der öffentliche Nahverkehr in Wuhan wurden eingestellt, und Ausfallstraßen gesperrt. Bewohner müssen Schutzmasken tragen. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Ezhou und Huanggang, Chibi und Xiantao angeordnet. Insgesamt sind 20 Millionen Menschen betroffen. Mit diesen beispiellosen Maßnahmen will die Regierung den Ausbruch der Lungenkrankheit unter Kontrolle bringen.

"Mit einer Offenheit, Transparenz und Verantwortung für die globale Gesundheitssicherheit wird China die Situation weiterhin mit der WHO und den relevanten Ländern und Regionen abstimmen, einschließlich Hongkong, Macao und Taiwan - und wir werden in enger Abstimmung mit ihnen bleiben", so Regierungssprecher Geng Shuang.

Kaiserpalast für Besucher geschlossen

Um eine Ausbreitung zu verhindern, bleibt der Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt in Peking vorerst geschlossen. Im vergangenen Jahr haben 19 Millionen Menschen das Weltkulturerbe besucht. Wegen des starken Andrangs ist die maximale Zahl der Besucher täglich auf 80 000 begrenzt. Wielange der Kaiserpalast geschlossen bleiben soll, wurde nicht mitgeteilt.

Ausbruch könnte ähnlich wie bei SARS verlaufen

Experten hoffen, dass sich ein Ausbruch wie beim SARS-Virus von 2003 vermeiden lässt. "Angesichts der Geschwindigkeit, mit der neue Fälle bekannt werden, können wir mit einer ähnlichen Dimension wie beim SARS-Virus rechnen", erklärt Professor Paul Tambyahr von der Universität Singapur. "Doch weil sich die Technologie seitdem weiterentwickelt hat, schaffen wir es hoffentlich, den Ausbruch einzudämmen und weniger als 8.000 Fälle sehen werden, die wir 2003 hatten."

Das Corona-Virus war in Wuhan ausgbrochen und ist seitdem auch in anderen Teilen Chinas, in mehreren asiatischen Ländern und in den USA nachgewiesen worden. Offiziellen Angaben zufolge haben sich bisher 620 Menschen mit dem Virus infiziert, 17 Personen sind an den Folgen gestorben.