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Vor Brexit-Verhandlungsmarathon: Barnier drückt aufs Tempo

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Vor Brexit-Verhandlungsmarathon: Barnier drückt aufs Tempo
Copyright  Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.   -   Virginia Mayo
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Für Großbritannien und die Europäische Union hat in der Nacht zum Samstag mit dem Brexit auch die festgeschriebene Übergangsphase begonnen.

Bis Jahresende haben beide Seiten Zeit, sich über die künftigen Beziehungen zu einigen. Sonst droht doch noch ein harter Bruch, mit schweren Folgen für die Wirtschaft in Europa.

Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, drückt aufs Tempo. Er twitterte:

Es sei Zeit, nach vorne zu blicken. Am Montag wolle er bereits einen Mandatsentwurf für die Verhandlungen mit London vorlegen. Vorrangig seien die Interessen der EU, ihrer Mitgliedsländer und ihrer Staatsbürger.

Wie zuvor schon andere EU-Spitzenpolitiker kündigt also auch Barnier einen harten Verhandlungskurs gegenüber London an.

EU beharrt auf Paketlösung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte bereits klar, dass die EU alle strittigen Punkte der künftigen Beziehungen nur als Paketlösung vereinbaren will. Dazu gehören unterschiedlichste Bereiche. Neben den Handelsbeziehungen auch Fischereirechte und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen.

"Wir werden sehr fair verhandeln, aber sehr hart" sagte von der Leyen. Die EU habe eine gute Ausgangsposition, weil sie bisher Absatzmarkt für fast die Hälfte aller britischen Exporte sei. Und: Großbritannien haben großes Interesse am Zugang zu diesem Markt.

Johnson: Stichtag Montag

Die Möglichkeit einer Verlängerung der Übergangsphase, die London noch bis Juli offensteht, lehnt Premierminister Boris Johnson entschieden ab.

Johnson stellt sich offenbar ein Freihandelsabkommen nach dem Vorbild Kanadas vor, mit geringstmöglichen Zöllen und Mengenbeschränkungen. Konkrete Inhalte will Johnson am Montag in einer Rede präsentieren.