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Brexit: Jubel in London, Protest in Schottland und Nordirland

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Brexit: Jubel in London, Protest in Schottland und Nordirland
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Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Referendum war es soweit: Großbritannien hat die EU um Mitternacht verlassen. Bei den Hunderten Brexit-AnhängerInnen vor dem Parlament brach Jubel aus. Zuvor hatte es Wortgefechte mit Brexit-GegnerInnen gegeben. Brexit-Partei-Chef Nigel Farage feierte den Augenblick als größten Moment in der modernen Geschichte der großartigen Nation Großbritannien.

Premier Boris Johnson richtete den Blick in einer Ansprache nach vorn: "Die wichtigste Botschaft heute Abend ist, dass dies nicht ein Ende, sondern ein Anfang ist. Das ist der Moment, in dem die Sonne aufgeht und der Vorhang gelüftet wird, zu einem neuen Akt in unserem großartigen nationalen Drama. Und ja, es geht auch darum, diese neue Macht, diese wiedererlangte Souveränität zu nutzen, um die Veränderungen zu erreichen, für die die Menschen gestimmt haben."

Im mehrheitlich EU-freundlichen Schottland verabschiedeten sich die Menschen vor dem Parlament in Edinburgh und in weiteren Städten mit Nachtwachen von der EU. Regierungschefin Nicola Sturgeon schrieb auf Twitter, Schottland werde als unabhängiges Land in die Union zurückkehren. Ihre Schottische Nationalpartei will ein zweites Referendum über die Abspaltung vom Vereinigten Königreich.

Auch im größtenteils EU-freundlichen Nordirland wurde gegen den Brexit protestiert. Demonstrierende versammelten sich an der Grenze zur Republik Irland. Sie fürchten um den Frieden. Die Frage der Grenzkontrollen war einer der schwierigsten Punkte des Brexit-Vertrags zwischen London und der EU.

Mit dem Austritt begann die Übergangsphase, die weitere schwierige Verhandlungen mit sich bringen dürfte.