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Hollywood trauert um Kirk Douglas († 103)

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Hollywood trauert um Kirk Douglas († 103)
Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.   -   Damian Dovarganes
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Er war der letzte große Schauspieler aus Hollywoods goldenem Zeitalter. Jetzt trauern die Filmwelt und Fans um Kirk Douglas.

Der US-Schaupieler mit jüdisch-russischen Wurzeln wurde 103 Jahre alt. Geboren im Armenviertel von Amsterdam im Staat New York schlug sich Douglas mit Jobs und einem Studium durch, bis ihm zuerst der Sprung an den Broadway und dann nach Hollywood glückte. Möglich machten es die Kontakte einer gewissen Betty Perske, deren Stern in Hollywood später als Lauren Bacall aufging.

Der Beginn in Hollywood

"Die Wikinger" oder "20.000 Meilen unter dem Meer" - seine Rollen standen früh für Ehre, Abenteuer, Tapferkeit, Mut. Gleich mehreren Regie-Größen fiel der martialisch-charismatische Darsteller auf.

Ob William Wyler, Howard Hawks, Billy Wilder, Vincente Minnelli, Joseph Mankiewicz, er arbeitete mit den größten Hollywood-Stars der 40er, 50er und 60er Jahre zusammen. Aber Kirk Douglas' Persönlichkeit entpuppte sich als komplexer.

"Wege zum Ruhm"

Eines der Hauptwerke seiner Filmografie ist "Wege zum Ruhm", den er mit Stanley Kubrick produzierte. Die Geschichte eines französischen Offiziers, der sich während des Ersten Weltkriegs weigerte, den absurden Befehlen seiner Vorgsetzten zu gehorchen... Ein Film, der lange Zeit in mehreren europäischen Ländern zensiert wurde, in Frankreich sogar bis 1975.

Draufgänger auch als Produzent

Mit der Gründung einer Produktionsfirm wurde Douglas sein eigener Herr. Für das Geschichtsepos "Spartacus", in dem Douglas eine seiner rebellischen Paraderollen spielte, verpflichtete Douglas als Drehbuchschreiber Douglas Dalton, obwohl dieser auf der schwarzen Liste geächteter kommunistischer Künstler stand. Douglas selbst gab den Sklavenanführer.

Die Schicksalsschläge

Abseits des Scheinwerferlichts überschatteten mehrere Schicksalsschläge das Leben des Leinwandhelden. Sohn Eric starb früh an einer Tabletten-Überdosis. Douglas überlebte 1991 einen Hubschrauberabsturz und vier Jahre später den ersten Schlaganfall, machte sich danach aber rar in der Öffentlichkeit.

Engagiert fürs Gemeinwohl

Er schrieb mehrere erfolgreiche Bücher, betreute eine Stiftung für unterprivilegierte Kinder. Einer der wenigen Augenblicke im Rampenlicht war auf der Berlinale 2001. Dort erhielt Douglas einen Preis für sein Lebenswerk. Drei Mal war Douglas als Schauspieler für die höchste Auszeichnung der Filmwelt nominiert. Verliehen bekam er den Oscar 1996 schließlich ehrenhalber für sein Lebenswerk.

Er hinterlässt mehr als 80 Filme, einen ikonischen Heldenblick und die Erinnerung an eine herausragende, manchmal rebellische Persönlichkeit.

Seine Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones erklärte, sie werde Kirk Douglas "für den Rest ihres Lebens lieben".