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Dubrovnik feiert den heiligen Blasius

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Dubrovnik feiert den heiligen Blasius
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Mit einem großen Fest erinnert Dubrovnik an den heiligen Blasius. Er ist der Schutzpatron der kroatischen Hafenstadt. Ein Volksfest, das auf eine Geschichte von mehr als einem Jahrtausend zurückblicken kann. Seit 2009 gehört das Fest zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Dubrovnik, die Perle der Adria: In der kroatischen Stadt voller Spuren aus Gotik und Renaissance drängen sich die Häuser auf einer felsigen Landspitze und werden nicht nur von einer Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, sondern auch vom heiligen Blasius geschützt:

"Die Legende besagt, dass der armenische Bischof im 10. Jahrhundert einem einheimischen Priester im Traum erschien, um ihn vor einem Angriff der Venezianer zu warnen", erzählt Fremdenführerin Marina Krističević. "Der Priester nahm die Warnung ernst und alarmierte die lokale Regierung. Man bereitete die Verteidigung vor und die Stadt wurde gerettet. Seitdem ist er der Schutzpatron der Stadt. Es gibt fast 30 Statuen des heiligen Blasius an allen wichtigen öffentlichen Gebäuden, die für einen symbolischen Schutz stehen."

Jahrhundertealte Tradition

Die Gedenkfeier geht auf das Jahr 972 zurück, eine jahrhundertealte Tradition, die von den Bürgern der damaligen Republik Ragusa begonnen wurde. Heute versammeln sich Menschen aus allen Ecken der Region Dubrovnik, um den Nothelfer zu ehren:

"Vor 10 Jahren wurde dieses Fest in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Ein weiteres Zeugnis für den Wert, den es für die Stadt, für das Land, aber auch für die Menschheit hat. Es ist ein kulturelles Fest und stärkt die Identität der Einwohner von Dubrovnik", sagt die kroatische Kulturministerin Nina Obuljen-Koržinek.

Das Fest beginnt traditionell mit einer Messe. Anschließend werden die Reliquien des Schutzheiligen in einer Prozession durch die Altstadt getragen: "Wir stehen früh morgens auf, wir tragen unsere regionale Tracht und besuchen die Messe. Das ist ein ganz besonderer Tag für uns", sagt Einwohnerin Nikoleta Borkovic.

Die Feierlichkeiten finden rund um die Kirche statt, die dem Heiligen gewidmet ist, der auch gern zum Schutz von Halskrankheiten angerufen wird. Historikerin Katarina Komaic: "Eines der Wunder, die er vollbrachte, war die Heilung eines kleinen Jungen, der drohte an einer Fischgräte zu ersticken. Er zündete Kerzen an und der Junge wurde gerettet."

Vielseitiger Heiliger

Nach altem Brauch spenden die Geistlichen den Blasiussegen: Dabei werden zwei gekreuzte Kerzen vor Gesicht und Hals der Gläubigen gehalten. Zum Abschluss des Tages marschieren Männer in Trachten im Hafen auf und schießen ihre Musketen in Richtung Meer ab:

"Damit wurde auch militärische Macht demonstriert. Damals war es wichtig zu zeigen, dass man Waffen besitzt. Einige der größten Waffen in der Gegend wurden im 15. Jahrhundert hier in der Stadt produziert", erklärt Trombunjeri-Mitglied Krešimir Macan.

Das Salutschießen beendet zwar die offiziellen Feierlichkeiten, aber auf den Straßen der Stadt wird weiter gefeiert.